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Briefe und Documente aus der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert : nebst Mitteilungen über Kölnische Gelehrte und Studien im 13. und 16. Jahrhundert bei Gelegenheit des 50jährigen Stiftungsfestes des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums zu Köln
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337) und in der Apologia pro "Westphalia contra Justi Lipsii calumnias(opp. 1428) spricht Hamelmann es mit grosser Bestimmtheit aus,dass Mosellan zu Herford als Schüler gelebt habe. Da Hamelmann,der ein ausserordentliches Gedächtniss für persönliche Verhältnissebesass, zu verschiedenen Zeiten seines Lebens obige Aeusserungengethan hat, so dürfen wir schliessen, dass zu seinen Zeiten die Tra-dition über Mosellans Schülerleben zu Herford feststand.

Merkwürdiger Weise finden wir nun einen Peter Schade (Schadeist bekanntlich der Familienname Mosellans) mit einigen anderenNamen aus Herford schon im Jahre 1503 in der Kölner Matrikeleingetragen, nämlich in folgender "Weise :

1503, 30. October.

Petrus Schade de hervordia ad artes iuravit et solvit,vorbei" gehen herman cotflisch de hervordia und am 12. Oct.:hermannus Kannegyter de heruordia ad Jura.

Es ist gar nicht unmöglich, dass dies der später im Jahr 1512ebenfalls als Peter Schayde eingetragene Mosellan ist. Wenn mandagegen anführen wollte, dass der Letztere damals erst 10 oderhöchstens 11 Jahre gewesen sei, so wolle man beachten, dass diefahrenden Schüler, zu denen Mosellan unzweifelhaft gehört hat, schonfrüh ihr Wanderleben begannen, ferner, dass in den damaligenUniversitätsmatrikeln dann und wann Knaben von noch jüngeremAlter eingetragen sind, sowie wir auch an die Frühreife einzelnerGelehrten damaliger Zeit, wie z. B. gerade bei Melanthon, erinnern.Merkwürdiger Weise findet sich in Muslers Leichenrede die bishervon den Biographen unerörtert gelassene Notiz über den Wohnsitzdes altern Bruders von Peter, welcher den Letzteren zu sich nahm,weil die Mutter die Kosten des Studiums ihres Sohnes nicht bestreitenkonnte und wollte. Von diesem älteren Bruder heisst es bei Musler:qui in Bestual familiam suam moderabatur. In diesem WorteBestual latitirt nicht der Name Beilstein, sondern, wie es scheint,die Bezeichnung: Westfalen, wir hätten also zu lesen: qui in West-phalia familiam suam moderabatur. Das Wort Bestual entstandentweder durch Druck- oder durch Schreibfehler, wie es bei manchenhistorischen Angaben der Fall ist, wir erinnern nur an den Jacobvon Tpern oder Probst, der in Folge eines Druckfehlers sich alsJacob Spreng bis auf die neueste Zeit in allen Geschichtswerkendarstellt.

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