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13. Nachträglich. Ernst Curtius — Göttinger Festreden. Berlin1861 — sagt in der Rede „das Mittleramt der Philologie" über Niebuhr:
r Niebuhr's Geist hat die ganze Philologie mit neuen Lebensströmenbefruchtet, weil er in ihr Gebiet mit dem umfassenden Blicke des Staats-imiims und Historikers hineintrat, und die ausserordentlichen Leistungen des.Mannes beruhen sie nicht vorzugsweise darauf, dass er Gesichtspunkte, welchedem engeren Kreiso philologischer Gelehrsamkeit fern lagen, zum ersten Malegeltend gemacht, dass er sich nicht begnügt hat, mit dem Auge des Enthu-siasmus die alte "Welt zu betrachten, sondern auch die materiellen Grundlagender alter Staaten an das Licht gestellt und so eine antike Staatswirthschafts-lehre begründet hat, an deren Möglichkeit vor ihm kaum Einer gedacht hatte,dass er mit dem Geiste des Historikers die verwitterten Steinschriften derHellenen zu einem zusammenhängenden Urkundenwerke, zu einem Archivehellenischer Geschichte vereinigt, dass er endlich mit dem feinen Sinne einesMathematikers die Zahl erfasst hat,- wo sie in Leben, Kunst und "Wissenschafteine massgebende Bedeutung hatte, dass er Mass und Gewicht den Alten nach-gewogen und nachgerechnet und so eine völkerverbindende Kette, welche vomTiber bis zum Euphrat reicht, wieder hergestellt hat."