Männern das Prädikat der Grösse zukommt, an denen man nickt auslernt, diekein Einzelner ausschöpft, die vielmehr Jedem, der mit Ernst und Hingebungin sie einzudringen sich bemüht, wieder neu zu denken geben, dann darf dasJahrhundert, mit dessen Beginn Pestalozzis "Wirksamkeit in Gang gekom-men, auch ihn zu seinen grossen Söhnen rechnen."
4. Als Anton Fug gor starb, hintorlicss er an baarem Goldeüber 6 Millionen Goldkronen, eine Menge Juwelen und Kostbarkeiten undgrosso Besitzungen in allen Thoilon Europa's und beider Indien. (Guiccardinidose. Genn. inf. p. 108). Einer seiner Verwandten soll bei der BowirthungCarl Y. das Kaminfeucr mit Zimmotholz unterhalten und die kaiserliche Schuld-verschreibung über die zu der afrikanischen Seeexpedition vorgeschossenenGelder in'a Feuer geworfen haben. Die Geschäfte der Fugger erstreckten sichauf alle Meere. Die Hansa Hess ihnen j!0 Schiffe, mit Kupfer befrachtet, weg-nehmen, welche sie über Krakau nach Danzig auf der AVeiehsel hatten ver-schiffen wollen. S. Fischer, Geschichte des deutschen Handels IL 648.
5. Martin Behaim, zu Nürnberg wahrscheinlich 1436 geboren,ging, nachdem er in kaufmännischen Geschäften verschiedene Reisen nachYonedig, Mocheln, Antwerpen und "Wien gemacht hatte, gegen das Ende desJahres 1479 mit Flamändcrn nach Portugal, ward dort wegen seiner astrono-mischen Kenntnisse — er war wahrscheinlich ein Schüler des berühmtenAstronomen Regiomontanus — bald bekannt und von König Johann II.dem Admiral Diego Cam als Kosmograph beigegeben, als dieser 1484 mitzweien Schiffen zu weiteren Entdeckungen an Afrika's Küsten ausgeschicktwurde. Diego kam bis zur Mündung dos Flusses Zayrc und entdeckte dasKönigreich Congo. Columbus, der von 1470 bis Endo des Jahres 1484 sichin Portugal aufhielt, hat wahrscheinlich Behaim persönlich gekannt undachtungswerthe Schriftsteller, u. A. II orte ra in der historia de las lndias oeeid.Dec. I. lib. I. cap. 7., versichern, dass „Columbus von diesem in seinen Ideenbestärkt worden sei," ja dass Magelhaens vor seiner Fahrt, nach eigenemGeständniss, in des Königs Archive eine Karte von Behaim gesehen habe,auf der die nach ihm benannte Strasse bezeichnet gewesen sei. Auf dem vonihm bereits 1492 zu Nürnberg angefertigton und dort noch befindlichen Globus,Apfel genannt, von dem Murr in seiner „diplomatischen Geschichte des RittersBehaim", Nürnberg 1788,'eine Abbildung geliefert hat, finden sich allerdingsmerkwürdige Andeutungen von den Küsten von Florida und dem westindischenArchipel, aber freilich keine Spur von der Magelhaens Strasse, und Alexanderv. Humboldt hat in seiner histoire de la goographic du nouveau continentt I. p. 300 f. den Nachweis geliefert, dass, wenn Magelhaens dio Aeusso-rung lacht etwa bloss gethan, um dem spanischen Hofe den Erfolg seinesUnternehmens wahrscheinlicher zu machen, sondern wirklich eine Karte, aufder die gedachte Strasse bezeichnet war , gesehen hatte, dieselbe keinen Fallsvon Behaim herrühren konnte. Immerhin aber geht daraus der grosso Rufhervor, in dem Behaim bei seinen Zeitgenossen stand. Kaiser Maximi-lian I. gab ihm das Zougniss: „Martine Bohemo nemo unus Imperii eiviumniagis uuquam porogrinator fuit magisquo remotas adivit orbis rogiones." In-dem Behaim in Gemeinschaft mit zweien Aerzten des Königs Johann das