vertreten; zu beiden Seiten des Rahmens derselben befinden sich dielebensgrossen Bildnisse ausgezeichneter Deutschen, welche diesenCulturzweig mittelbar oder unmittelbar gefördert haben; überdies istdurch Kindergruppen das bezügliche Schaffen und Wirken in dem-selben, welches ja immer hinter demldeale zurückbleibt,diesem gegenüber gewisse rmassen nur Kind er werk ist,versinnlicht, und oberhalb und unterhalb der letzteren sind die Brust-bilder anderer in ihm hervorragender Deutschen angebracht.
Dass nur Deutsche (im weiteren Sinne des Wortes) gewähltsind, rechtfertigt die Natur des Ortes. Es ist nicht eine universitasliterarum für erwachsene Jünglinge und Männer, welche hier eineErweiterung und Vertiefung ihres Wissens und ihrer Anschauungenin den Schätzen der Wissenschaft, gleichviel welcher Boden sie ge-tragen hat, zu gewinnen suchen, um diese für ihre geistigen Bedürf-nisse und äussern Lebenszwecke zu verwerthen, sondern eine Schule,eine Bildungsstätte für Knaben und heranreifende Jünglinge, derenGemüthsleben zunächst in dem beschränkten Kreise des Heimath-lichen erstarken muss, damit nicht das spätere Streben und Wirkenohne festen Mittelpunkt sei und ziellos in's Unbestimmte schweife, son-dern dem Vaterlande zugewandt bleibe und diesem vor allem zu Grutekomme. Soll die Schule ein von lebendiger Liebe getragenes, vonnationalem Selbstbewusstsein erfülltes, dankbares Geschlecht erziehen,so hat sie das Auge des jugendlichen Geistes früh für eine Würdi-gung und Werthschätzung der heimischen Güter zu öffnen und ihrenZöglingen das volle Bewusstsein des Grossen und Herrlichen zugeben, was das Vaterland sein nennt. Und da das Gemüthsleben aminnigsten an der nächsten Heimath hängt, auf ihrem Heerde dieLiebe zum Vaterlande sich am leichtesten entzündet, so sind unterjenen Männern mit Bedacht und einer gewissen Vorliebe solchegewählt, welche durch ihre Geburt der Rheinprovinz und der StadtDüsseldorf insbesondere angehören oder zu diesen durch längerenAufenthalt während ihres Wirkens und Schaffens in ein näheres,man möchte sagen verwandtschaftliches Verhältniss getreten sind.*
Die allegorischen Hauptfiguren sind vielfarbig ausgeführt,
Siehe Anmerkung 1.