61Der heilige Born bei Delitzsch. Eine eingefaßteQuelle in der Wiese, etwa 10 Minuten vor derStadt.Der Brunnen bei Wittenberg. Eine eingefaßte Quelle,etwa 40 Minuten morgenwärts vor der Stadt. Istsie nicht auch eine von den „heiligen Quellen“, derHulda oder Freya geweiht, und dann vor tausendJahren, in einen Taufbrunnen umgewandelt?Vor 300 Jahren aber, ist an manchen Sommer=Abenden,aus der nahen Stadt ein Mann hierher gewandert, ein-sam und gemeinsam, um im schattigen Waldesgrün, vondes Tages Mühen sich zu erholen. Dem mag es tiefbedeutsam gewesen sein, wenn er hier „an dem stillen,frischen Wasser“, sich leiblich labte und erquickte. Dennihm war ja vom Herrn der Auftrag geworden: den solange verschlossen gewesenen, wahren heiligen Born,das theuer werthe Gottes=Wort, zu einem freien Zugang fürJedermann, unserm deutschen Volke wieder aufzuschließen.Der heilige Born bei Helmstädt. Eine eingefaßteQuelle, in der Wiese, früher im Walde, morgenwärtsvor der Stadt.Auch: „Ludgeri=Brunnen“ genannt. Denn in ihm taufteLudger die ersten diesseitigen Ostfalen. Wie zu Werdenan der Ruhr, so hat er auch hier ein Kloster gegründet.Und unter die vormals berühmten Schulen in Deutschland,zählte besonders auch die Hochschule von Helmstädt.Am rechten Ufer der Weser finden wir auch wiedereinen, heiligen Hain. In der Ludgeri Zeit noch weitberühmt. Das ist das jetzige Dorf:Lohe, eine Stunde von Nienburg. Zur Unter-scheidung von mehreren Orten dieses Namens, auch„Mark=Lohe“ genannt. War, nach den alten
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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