62Ueberlieferungen, in der vorchristlichen Zeit, einewichtige Opferstätte, wo „die heilige Lohe“ nimmerverlöschte, wo ein Oberpriester wohnte, und wo diedrei Haupt=Stände der Ostfalen, ihre Rathsversamm-lungen hielten.Die „Sieben Steinhäuser,“ altdeutsche Helden-gräber, auf der Lüneburger Heide. Etwa eine Stundevon dem Dorfe Offen, an der alten Heerstraßenach Lünneburg. Auch nicht weit von dem Amts-flecken Bergen. Im ödesten Theil der Heide,zeigen diese riesenhaften Steinbauten eine gleich-mäßige „astronomische“ Richtung, und weisen damitunverkennbar auf einen Stern=Cultus hin. IhreErrichtung ist demnach wahrscheinlich, auf phönizischeAnsiedelungen zurückzuführen.Wer denkt bei solcher Wanderung nicht auch anHermannsburg? Ist sein Gründer doch der wackereHermann Billing, unter Kaiser Otto, einer derbeiden ersten Markgrafen von Sachsen. Seine Vor-fahren, waren sie nicht Pfleger des großen GötzenBiel, und darum „Billing“ geheißen?Aber auf seines Vaters Gut, dem Billingshof, wurdenachmals, für eine weite Umgegend, die erste christlicheKirche erbaut. Das ist die Kirche von Hermannsburg.Und ihr zur Seite ist nun in unsern Tagen, eine Anstalterrichtet worden, deren Zöglinge heute das siegreiche Wortvon dem Heil in Christo, in fernen Erdtheilen ausstreuen,wie es vor tausend Jahren die damaligen Gottes=Botenhier gethan haben.Das Bülsenbett, altdeutsche Gräber, mit „eratischenSteinblöcken bedeckt, auf der hohen Geest, unfern
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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