60Der Petersberg hieß früher: Der Lauterberg;wohl von dem lautern freien Blick, den er von seinerHöhe rundum, über die weite, fruchtreiche Ebene ge-währt. Nicht nur die Sagen, sondern auch dieältesten schriftlichen Nachrichten reden davon: Aufseinem Gipfel hatten die Heiden, erst die Sachsenund nach ihnen die eingedrungenen Wenden, eineOpferstätte.Aber an derselben Stelle, erbauten die ersten BotenChristi, eine Taufkapelle. Und später, um 1130, gründetensächsische Grafen, auf dieser schönen Höhe ein christlichesStift, eine dem Apostel Petrus geweihete Probstei.Auch in den hiesigen Gegenden fand der Wanderereinige „heilige Brunnen“. Und wer sich durch's ganzeLand darnach umsehen könnte, der würde derselben nochviele finden.Der heilige Brunnen, die Quelle der Ilge ineiner Felsengrotte, bei der kleinen Kirche zu Stelzen.Die Ilge mündet nach kurzem Lauf in die Werra.Schon in der vor=christlichen Zeit war dieser Bornein Heilsbrunnen.Darnach wurde er ein Wallfahrtsort. Das hat freilichaufgehört, seit der Wiederherstellung der Kirche des Evan-geliums. Aber immer noch ist dieser Felsenborn in derNähe des Pfarrhofes von Stelzen, zur Sommerzeit eingern besuchter, lieblicher Ruheort.Der heilige Born unter der Wartburg. Eine ein-gefaßte Quelle im Bergwalde, beim Aufgange nachder Burg.Seit 600 Jahren der „Elisabethbrunnen“ genannt, weil diefromme Landgräfin von Thüringen, hier gewöhnlich ihrePfleglinge, die Armen und Leidenden, um sich versammelte.
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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