15Im Loh, ein früher waldiges Seitenthal in Barmen,auf der rechten Seite der Wupper.Am Bielers=Loh, eine Hofstätte in demselben Thal,etwas höher hinauf.Weisen diese Namen nicht zu den Stätten, wodie „Lohmänner“, die Priester, fortwährend dieOpferflamme unterhielten, wo im feierlichem Wal-desdunkel die heilige Gluth — leuchtet und lohet?Der im Hauptthal, nicht fern von hier, sich erhebendeFelsen „am Hohenstein“, galt von Alters her,immer als eine heidnische Opferstätte.Und nun steht nahe dabei das gesegnete Hauswelches Boten „der frohen Botschaft“ hinaussendet zu denen,die in der Ferne jetzt noch der Erlösung harren.Am Klingelholl, eine Höhe bei Westkotten, in derGemeinde Barmen.Der Hollerich, eine wildschöne Thalschlucht amFuß der „hohen Ley“, bei Nassau an der Lahn.Ist das der Holla Reich? — Name, Lage undSage, erinnern an das geheimnißvolle Walten derFrau Holla. Die hatte in der Tiefe der Lahn ihregoldglänzende Wohnung. Da saß sie, umgeben vonden noch nicht geborenen Kindern; von hier ausverlieh sie auch dem Felde Wachsthum und Gedeihen.Und hierhin gingen, in heilgen Nächten, die Mädchen,um nach Anweisung der Frau Hulda, im Spiegel derLahn, das Bild ihres künftigen Bräutigams zu sehen.Frickenhans, ein alter Scheffenhof, in der Ge-meinde Wülfrath am Quell der Anger.
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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