16Fricken= oder Freia's Haus. Fee oder Fei, inder Benennung der Zärtlichkeit: Feiken. Die mäch-tige Freia oder Fria, wandelt sich hier in eine holde,minneliche Friken. So im Nachbar Westfalen, Freain Frecken.Freckenhorst, Dorf, mit einem frühern adelichenFrauenstift, unweit Warendorf an der Ems.Dieses Stift stifteten Enkel einer Edelfamilie, welchevon Winfried „Bonifazius“ selber, aus dem Heidenthumins Christenthum eingeführt worden war. Die Kirche er-bauten sie über einer, der Freia geheiligten, nun aberdurch die Taufen christlich geweihten Quelle. Dieser hei-lige Born ist noch in der Stifskirche vorhanden. Aehnlichwie die heiligen Borne in den Domen zu Paderborn undMinden.Erkrath, Dorf, im Thal der Düssel.Unterhalb dem Dorfe theilt sich die Düssel inzwei Arme. Im Volksmunde lautet der Name„Erke=rod.“ Die enge Felsenschlucht, ½ Stundethalaufwärts „im Gesteins“ oder „in der Huns-Klippe“, war von den ältesten Zeiten her, als eineheidnische Opferstätte bekannt. In ihren Kalkstein-höhlen sind, außer dem viel besprochenen verstei-nerten Menschengerippe, auch mehrereSteinwaffen gefunden worden. Der vonMettmann und vom Hellenbrok herabkommende Bach,mündet einige Minuten oberhalb des Gesteins, indie Düssel. Auf dem Berge, der die Mündungs-spitze bildet, ist wieder eine von den altdeutschenErdfestungen wohl zu erkennen, einen beinahe vier-eckigen großen Wallring, und heißt die Stelle heutenoch: „Op der Burg.“
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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