14Nahe bei der Mündung dieser kleinen Wasser in denRhein, lag die Kaiser=Insel, welche Pipin seinem Freunde,dem Bischof Swibert schenkte, welcher daselbst zur Aus-breitung der Heilsbotschaft von Christo, eine Missions-Anstalt gründete. In der dortigen Stifskirche ruhenSwitbert's Gebeine. Und gleichsam über seinem Grabe istnun, in den dortigen evang. Anstalten, für den geordnetenLiebesdienst in der Kinder=Kranken= und Armen=Pflege,eine neue Blüthe dieser „guten Botschaft“, lebensduftendaufgegangen.Haan, Dorf, auf der hohen Wasserscheide zwischender Itter und der Düssel.Küllenhaan, Weiler auf waldiger Höhe, auf derlinken Seite des Wupperthals, zwischen Elberfeldund Kronenberg. — Der „Hain“, wo das heiligeFeuer beständig unterhalten wurde. Küllen, kohlen,glimmen, glühen.Eine halbe Stunde von hier, und eben so weitvon Kronenberg, auf einem Vorsprung des Berg-waldes „im Burgholz“, finden wir wieder eine vonden alten Burgen, einen Ringwall von beträchtlichemUmfang. Bei dieser Burg hat sich „aus uralterZeit“ bis in unsre Tage, noch das Herkommen er-halten, daß im Frühjahr, an Sonnntag Nachmittagen,die jungen Leute der Umgegend gemeinsam dieseStelle besuchen, um sich hier des Frühlings Wieder-kunft zu freuen. Und es ist gar nicht lange her,die Alten werden es noch wissen, da geschah dieHaupt=Versammlung auf der Burg bei Kronenberg,noch in einer Mond= oder Sternenhellen Nacht.Wahrscheinlich also ein Nachklang aus den vorchrist-lichen Festen der Sonnenwende.
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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