zwei Wanderer diese Gräberstätte besucht, und sahendaselbst noch einige bronzene, eiserne und irdeneGeräthe und Gefäße, die sie theils als römische,größtentheils jedoch als altdeutsche erkannten.Der Aperwald ist abendwärts der letzte Ausläufervom Grafenberg.Nahe bei diesen Gräbern, hatte der Bergwaldeine kleine Erhöhung. Dieselbe bot einen freien Blicküber die sich hier ausbreitende Ebene des Rheinthals.Und auf der obern Fläche dieses Hügels, lagerteein einzelner großer Stein, einer von den sogenantenFündlingen. — Wer willes uns sagen: woher? undwie und wan? und welche gewaltige Fluth es war,die ihn einst hat hierher geführt? — Die Lage desSteines wie des Hügels, gemahnte unwillkührlichan einen Altar. Beide aber, der Hügel und seinFündling, haben nun der neuen Bahnlinie weichenmüssen. Die Wanderer sahen jenen völlig ab-getragen, und dieser lag zersprengt am Boden.Gar nicht weit von hier, in der fruchtreichen Auezwischen Ratingen und Kaiserswerth, liegt mit sei-nem Kloster das kleine Dorf Rath. In seiner Ge-meinde, bei dem Hofe „zu Ikten“ können wirjetzt noch zwei ringförmige Erdfestungen wahrnehmen.Beide liegen am Kettelbach, nur wenige Minutenvon einander entfernt, und heißen „die alte Burg,und „die kleine Burg“.Auch im unteren Thal der Itter, zumal wo siedie Hildener Heide durchzieht, werden noch fort-während vorchristliche Alterthümer gefunden.
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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