Es war in der letzten Woche des Jahres 1868. Dasuchte ein Arbeitsmann von Wald, auf dieser Heidekleine Wachholderbäume. Beim Aufheben eines des-selben, sieht er in den Wurzelfasern einen fremdenGegenstand hängen. Es ist ein Ring, und wie ernäher besehen wird, ein goldner Siegelring, miteinem meisterhaft geschnittenen Quix. Der hat viel-leicht zwei tausend Jahre dort verborgen gelegen,und mußte nun, auf solche eigenthümliche Weise,wieder an's Tageslicht kommen. Am Neujahrsmorgen1869, wurde er in's Museum nach Köln verkauft.Im Anfang des Sommers 1871, hörte der Wan-derer: Ein Landwirth in der Nähe von Hilden, warveranlaßt, eines seiner Felder etwas tiefer als ge-wöhnlich umzupflügen. Da findet er, ganz unerwartet,mehrere alte Thongefäße. Die hat er ausgehobenund die unzerbrochenen bis heute noch verwahrt.In der Hildener Heide, welche durch den Fleißder Anwohner immer weniger Raum behält, erhebtsich ein kegelförmiger Hügel, das ist „der Jah-berg“. Der galt von jeher, für eine Opferstätteaus der Heidenzeit. Einige hundert Schritte abend-wärts vom Jahberge, nahe bei der Mühle an derIiter, auf dem „Hölterhöfchen“, finden wir nocheinen großen Ringwall. An dessen Mittagseite auchnoch die Spur von einem alten Mauerwerk. Unddie Leute hier, nennen es: „die Heidenburg“.Auf der Insel Rügen sah der Wanderer mehrerevon diesen Erdburgen. Dort hat ihre Bedeutungviel später aufgehört, mindestens 500 Jahre späterwie am Rhein. Um so viel jünger ist dort die
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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