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ist daher auch noch ganz oder theilweise erhalten, während dieäussere ganz oder theilweise zerstört ist. Was den Ursprung undZweck dieser Verschanzungen betrifft, so halte ich zunächst dieHünenburg für ein römisches Lager, und zwar aus folgenden Grün-den : 1) die Verschanzung wird von keinem höheren Puncte inder Nähe beherrscht, 2) sie liegt an einer römischen Heerstrassc,die von mehren Grabhügeln begleitet ist, 3) ein reichlich fliessen-der Bach, der durch einen der Gräben geleitet ist, liefert hinrei-chend Wasser für Menschen und Thicre, 4) die Dimensionen derWälle entsprechen denen einer Lagerumfestigung vollkommen,
5) die Gestalt eines Rechtecks mit abgestumpften Ecken, welchediese Anlagen besitzen, ist die gewöhnliche römische Lagerform,
6) das Vcrhältniss der beiden Dimensionen des Rechtecks entsprichtgleichfalls denen des römischen Lagers, 7) die kleinere rechteckigeVerschanzung im Innern, deren Wälle und Gräben die der äusserenan Stärke weit übertreffen, bildet das Lagercastcll, wie es bei denalten Schriftstellern wiederholt genannt wird. Die vorstehendenMerkmale finden sich nun auch bei den übrigen genannten Ver-schanzungen, soweit es sich aus den noch erhaltenen Resten er-kennen lässt; wir finden bei ihnen stets die freie, nicht beherrschteLage, alle an flicssenden Wassern und dicht an den vorbeiziehendenrömischen Militärstrassen* Ferner ist die Construction der Befesti-gung bei Bocholt völlig dieselbe wie bei der Hünenburg, und ebenso wahrscheinlich ist es, dass auch die Steeger Burgwart mit denjetzt fehlenden Tlieilen dieselbe Beschaffenheit hatte. Bei den Ver-seliMizungcn zu Asbach, Gr Winkclhausen, Bonnefeld und Schlc-buscb sind bloss die Umwallungen des kleineren inneren Lagerserhalten geblieben. Ich halte hiernach diese sämmtlichen Befesti-gungsanlagen für römische Marschlager, mansiones, die auseiner grösseren Lagerverschnnzung bestanden, innerhalb welchersich ein zweites kleineres Lager befand, das sowohl als Reduit, wiezur Aufnahme eines kleinern Truppenkörpers beim Marsehe diente,oder auch als das Prätorium des Lagers anzusehen ist. —
In den vorstehenden Erörterungen habe ich mich nur aufdas Notwendigste beschränkt, um vor Allem eine Grundlage zugewinnen, auf welcher die fernere Forschung über alle diese Denk-mäler fassen kann. Es handelt sich auch hier, wie bei den Land-wehren und Hccrstrassen, zunächst darum, zuverlässiges Material