\\AJ,i
— 30 —
i Gränzwehrcn verbunden. Es kann hierbei kein Zweifel sein, dassdie Warten zu den Gränzwehren und Heerstrassen in nächsterBeziehung stehen und gewissermassen als Bestandtheile derselbenanzusehen sind. Deshalb ist auch die Frage über den Ursprungdieser Anlagen mit der über das Alter der Gränzwehren undHeerstrassen innig verknüpft, und wird deren Beantwortung amzweckmässigsten bis zu dem Zeitpuncte verschoben werden, wodie Lösung der Frage über den Ursprung der letztgenanntenAnlagen in ein vorgerückteres Stadium getreten sein wird.
Ich gehe zur Erörterung einer ganz andern Art von Ver-schanzungen über, welche den Zweck hatten, einen grösserenKaum zum Schutze gegen einen äusseren Feind abzuschliessen.Der geschützte Raum hat stets eine von Natur schon geschützteLage und die künstlichen Schutzmittel sind überall der natürlichenBeschaffenheit des Bodens angepasst, daher auch von bald grösserer,bald geringerer Ausdehnung. Eine Anlage dieser Art findet sichauf dem Kater nbergsköppel bei Hünxe, im Kr. Duisburg. Esist dies eine ca. 30 M. hohe Bergzunge, deren obere völlig ebene Flächeam Rande mit einem grösstentheils noch erhaltenen aber schwachenWalle umgeben ist. An der Seite, wo sie mit den übrigen Höhenzusammenhängt, ist sie durch einen starken Wall mit vorliegendemGraben abgeschlossen *). Die zweite ganz ähnliche Anlage dieserArt ist das Koppel, nördlich von Oberbiber, im Kr.Neuwied 2 ).Hier sehen wir ebenfalls einen schmalen Berggrat, an drei Seitenvon schluchtigen Thälern umgeben, und an der vierten Seite vondem anstossenden Terrain durch einen 6 M. hohen Erdwall ab-geschnitten, auf welchen noch 4 parallele Gräben, die zum Theil
X
i) N. B. III. Folge, S. 11, Taf. I, Fig. 19.
-) „Zwischen dem Aubach- und dem Mairanthal läuft das Gebirge vonJahrsfeld und Hardert kommend in einen schmalen Kücken aus, der zum Fels-kamm wird und „die alte Burg" oder „auf der Burg" heisst. Nachdem derselbesich gegenüber Braunsberg etwas gesenkt. erheht er sicli wieder als schmalerGrat, und ist etwa 1000 Sehr, oberhalb der Mühle, genannt Silberschmelz, durchzwei Verschanzungen durchschnitten. Die eine aus einem 5 Sehr, breiten, 3 F.tiefen Graben bestehend, bedarf bei der geringen Breite des Rückens nur 32 Sehr.Länge, um ihn quer zu durchschneiden. Die andere, 50 Sehr, südlich dahintergelegene, besteht aus einem 15 Schritt breiten, 8 F. tiefen Graben, hinter wel-chem sich ein 20 F. hoher, 10 Sehr, breiter Wall 7—8 F. über der dahinterlie"genden kleinen Fläche erhebt. Aus gleichem Grund ist auch diese Verschanzungnur 30—35 Sehr, lang." v. Cohausen, Jahrbb. 47. u. 48. H., S. 62.
um ow — oo ociii. iiui£. v. v; u n il uöuii,
-e^