37nthäte, weil meine Kapelle zu Beth=Jerusalem annoch sehr dürftigund arm ist, wie Christus auch selbst zu Bethlehem und Je-rusalem gewesen, daß deswegen meine hohe Obrigkeit, geistlicheund weltliche, um der Armuth und auch meiner kaiserlichenFreiheit halber, ein gnädigstes Einsehen darin brauchen wollen,und wie ich das Meinige daran ganz frei verbaut, sie auch zuEhren Gottes Alles frei gleichfalls wollen gehen lassen.Erwähle und nenne endlich zu meinen getreuen Executo-ren den Wohlehrwürdigen und gelehrten Herrn Joannem Rei-nerum Heyden, zur Zeit Pastor in Virschen, den EdelvestenHerrn Ernestum Fabritium, Verwalter zu Neersen, und An-tonium Brackels *), dieses meines letzten Willens gewisse undfeste Anker, damit Dieselben solches in keinerlei Weise sollenund wollen untergehen lassen. Amen.Gerhardus Vinhoven.(L. S.)Dieses Testament mit einigen kleinen Zusätzen,worin er namentlich noch für die Aufnahme und Ver-pflegung der Pilger in ſeinem Hauſe Sorge trägt,übergab Vinhoven am 6. März 1674 dem Kaiserli-chen Notar Brembt zu Düsseldorf; am 8. März er-klärte er noch in Beisein des als Zeugen zugezogenenKaplan Johann Weghausen in Düsseldorf und desJohann Arrehm, daß unter Gutheißung des zumExekutoren ernannten Freiherrn von Wachtendonkseine Schwester Agatha seine hinterlassenen Güterunter den genannten Verpflichtungen alle gleich an-treten solle.Von den von Vinhoven hinterlassenen Kleinodienund Werthsachen liegt noch ein notarielles Inventarvor, welches in Düsseldorf nach seinem Tode vonNotar Joh. Duickers aufgenommen ist. Es lautet:„Im Jahre Christi Sechshundert siebzig vier sindim Kloster St. Elisabethae regulae Sti. Augustini*) Später hat Vinhoven dafür den Freiherrn von Wachtendonk auf derHülsdonk eingesetzt.
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