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Die deutschen Herbergen
Entstehung
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werken für Bureauräume der Gewerkschaften und Krankenkassenbestimmt. Das erste Quergebäude enthält die Säle, das zweiteQuergebäude die Herberge. Diese Anlagen verteilen sich auf einenFlächenraum von 3465 Quadratmetern bei 34 Metern Strassen-front und 102 Metern Tiefe.

Die Herberge ist mit der Strasse durch eine besondere Ein-fahrt verbunden, die durch die vorderen Gebäude nach dem ge-räumigen zweiten Hof führt. Die Herberge selbst hat noch einendritten Hof. Das Erdgeschoss der Herberge enthält ein Auf-nahmezimmer, die grosse praktische Küche, die Wohnung desHausmeisters, die Waschküche, Desinfektionsanstalt und Bade-räume. Die aus Wannen und Brausen bestehende Badeeinrich-tung enthält 13 Brausen und 2 Wannenbäder. Im ersten Stockliegen eine Gastwirtschaft und ein Lesesaal. Im Lesesaal, indem die Zugereisten den ganzen Tag die gesamte Arbeiterpresse,viele andere Zeitungen und Zeitschriften und Bücher finden, dür-fen keine Getränke ausgeschänkt werden. Im ersten Stock liegenausserdem zwei grosse Schlafsäle für 11 Personen und zwei Lo-girzimmer für je zwei Personen. In den drei oberen Geschossen,die nur Schlafräume enthalten, befinden sich im ganzen 15 Zim-mer für je zwei, sechs Zimmer für je vier, neun Zimmer für jesechs, und sechs grosse Schlafsäle für je 11 Personen. 200 Men-schen können in der Herberge unterkommen. Auch die Schlaf-zimmer der Herberge sind wie fast alle Räume des Gewerkschafts-hauses mit Linoleumfussboden, Zentralheizung und elektrischemLicht bedacht. Die Betten sind tadellos, im Sommer mit einer,im Winter mit zwei wollenen Decken ausgestattet. Alles ist vongrösster Sauberkeit und mit vorzüglicher Ventilation versehen.

Eine der schönsten Einrichtungen ist das Lesezimmer.Nichts ist wichtiger, als dass so ein von allen geregelten Ver-hältnissen losgelöster Wanderer soviel wie möglich mit den Er-eignissen und dem Werden seines Berufes in enger Fühlung bleibt.Das hält ihn am besten über Wasser. Auch die Sauberkeit istso ein Vorbeugemittel. Wer einkehrt in die Herberge, muss einBad nehmen, das mit Seife und Handtuch fünf Pfennige kostet.Ist er mit Ungeziefer behaftet, so wird seine Kleidung unentgelt-lich gründlich desinfiziert. Sein Gepäck wird im Gepäckraum,neben dem Baderaum, aufbewahrt, so dass er leicht im Badeseine Wäsche oder Kleidung wechseln kann. In das Schlafzimmerdarf kein Gepäck genommen werden, da die meisten der Ge-päckstücke Dünste auströmen. Die Preise der Betten betragen