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Bäcker........ 0,22 Mk.
Barbiere....... 0,57 „
Bauarbeiter ...... 0,25 „
Bildhauer....... 2,47 „
Böttcher....... 1,23 „
Buchdrucker..... 9,20 Mk.
Kupferschmiede .... 11,24 „
Lederarbeiter.....3,46 „
Textilarbeiter..... 0,12 „
Werftarbeiter.....0,9 „
Ebenso, wie sich hier die voneinander abweichende Arbeits-gelegenheit der verschiedenen Berufe ausprägt, dokumentiert sichaber auch die gänzlich verschiedene Leistung für die Unterstützten.Tatsächlich schwankt die Höhe der einzelnen Unterstützung dennauch ähnlich wie bei den Innungen. Zwar nicht so krass, aberwesentliche Unterschiede sind vorhanden.
Meist zahlen die „zentralisierten" Gewerkschaften pro Tag 1 Mk.,manche auch nur 50 und 75 Pfennige, andere bis zu 1,50 Mk.und die Porzellanarbeiter sogar bis zu 2,83 Mk. Andere gabenKilometergelder, und zwar 2—3 Pfennige für den zurückgelegtenKilometer. Die Dauer der Bezugsberechtigung war ganz ver-schieden und schwankte von jährlich 30 bis zu 280 Tagen. Inanderen Fällen wurde die Dauer der Bezugsberechtigung durchdie Höhe der Gesamtunterstützungssumme begrenzt. Sie schwanktezwischen 10 und 180 Mk., hielt sich aber fast immer in der Nähevon 30 Mk. Im ganzen gaben diese Gewerkschaften bei einemMitgliederbestand von 733206 im Jahre 1902 = 709 778 Mk. anReiseunterstützung aus, davon die Buchdrucker allein 307 006 Mk.Ausserdem wurden von den Lokalfonds noch an ausserordentlichenReisounterstützungen 6684 Mk. bewilligt.
Das sind riesige Summen, wenn sie gegen das gehalten werden,was die christlichen Gewerkschaften in diesem Sinne leisteten. Siekönnen bei einem dem Gesamtverbande angeschlossenen Mitglieder-bestand von etwa 80000 nur 5499 Mk. als Unterstützungen an-führen. Und diese geringe Summe verteilt sich auf alle Artenvon Unterstützung, so dass selbst davon nur ein Bruchteil fürReiseunterstützung ausgegeben wurde. Wegen der falschen Politikgeringer Beitragspflichten sind diese Gewerkschaften eben nichtleistungsfähig.
Anders die Hirsch-Dunkerschen Gewerkvereine. Sie gabenbei einem Mitgliederstand von 102581 im Jahre 1902 für Reise,Umzug und in ähnlichen Notfällen 62 245 Mk. aus; darunter dieMetallarbeiter allein 37 53iJ Mk. Der Metallarbeitergewerkverein,der über 40 000 Mitglieder zählt und das Rückgrat der Hirsch-Dunkerschen Gewerkvereine bildet, gab seit seiner Gründung155480 Mk. für Reiseunterstützung aus. Er gab 2 l / 2 Pfg. fürden Kilometer bis zu 1000 km in 52 aufeinander folgenden Wochen.Erst nachdem wieder 52 Wochen nach Schluss der letzten Unter-stützung vergangen, ist das Mitglied wieder unterstützungsbe-rechtigt. Auch arbeitsunfähige Mitglieder erhalten die gleicheUnterstützung zur Aufsuchung eines anderen Wohnortes, an demsie von Verwandten unterstützt oder gepflegt werden können.