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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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124 Fragen über die VentiJation

beliebig steigern lässt, wird immer das vollkommenste undbei weiterer Ausbildung der Technik dieses Zweiges der an-gewandten Mechanik gewiss auch das billigste Mittel einerangemessenen Ventilation seyn. Man hat in dieser Beziehungin kurzer Zeit grosse Fortschritte gemacht. Das seinerzeitim Parlamentshause zu London ausgeführte System dermechanischen Ventilation hat sich allerdings als sehr kost-spielig und von geringer Wirkung erwiesen; das im SpitalLariboisiere zu Paris angewandte System von Thomas undLaurens ist zwar noch kostspielig, aber sehr wirksam, unddas mehrfach ausgeführte System von van Hecke, wovonein Muster im Spital Reanjon zu Paris zu sehen, ist bereitswohlfeil und wirksam zugleich. Die Versuche von Grassiüber die Wirksamkeit des van Hecke'schen Ventilators, jenachdem man damit Luft in ein Gebäude hinein oder hin-austreibt, haben ferner bereits darüber entschieden, was vor-teilhafter ist. Unter allen Umständen verdient das Hinein-treiben den Vorzug. Meine Untersuchungen über die Porositätder Gebäude erklären hinlänglich, warum ein grosser Unter-schied zwischen Hineintreiben und Aussaugen der Luft auseinem gemauerten Saale bestehen muss, da wir im letzternFalle nichts weiter als eine regelmässig wirkende Zugessehaben. Wenn die nöthige Menge Luft in einen gemauertenRaum eingetrieben wird, so halte ich es für völlig überflüs-sig, eigene Kanäle für den Abzug der Luft aus denselbenanzubringen. Sollten die Wände eines Baues ganz unge-wöhnlich luftdicht seyn, so genügt es irgend eine Oeff'nungin der Wand direkt ins Freie zu benützen.

Ich halte das Eintreiben von Luft in die Gebäude, welcheüberhaupt einer regelmässigen künstlichen Ventilation bedür-fen, als Krankenhäuser, Kasernen, Gefängnisse und auchSchulen, für das beste Mittel. Viele schrecken vor den Kostender Rewegung solcher Maschinen zurück. Das ist aber einBedenken, das uns nicht abhalten sollte, Hand ans Werk