von Dr. Max Pettenkofer. 125
zu legen. Die Kosten werden sich verringern' mit der besse-ren Construktion und vereinfachten Handhabung der Appa-rate, und Letzteres wird erreicht werden, sobald man anfängt,allgemeiner von solchen Apparaten Gebrauch zu machen.Oberbaudirektor von Pauli hat mir einige Anhaltspunktedafür gegeben, wie viel oder wie wenig Kraft man eigent-lich braucht, um die Luft für eine Anzahl von Personen zufördern. Bei den folgenden Angaben ist vorausgesetzt, dassein Mensch stündlich 60 Kubikmeter Luft zugeführt erhaltensoll, und dass es ermöglicht wird, Ventilatoren zu construi-ren, welche 33 Procent Nutzeffekt geben. Dann reicht einePferdekraft hin, die Luft für 3500 Menschen zu schaffen.Bin Mann kann in 8 Arbeitsstunden (etwa durch Hebungeines Gewichtes) die Luft für 120 Menschen auf 24 Stundenfördern. — Da man in vielen Spitälern etc. Vorrichtungenhat, Wasser auf den Speicher zu heben, so könnte man einenTheil desselben benützen, um kleine Turbinen von 70 Pro-cent Nulzeffekt, und durch diese Ventilatoren zu treiben.Fallen nun
10 Maas Wasser in 1 Minute -50 Fuss hoch oder
" 55 55 55 "U „ „ „
" 55 55 55 "•" 5) 55 55
^ 55 55 55 J-<4U 55 55 55
so ist die dadurch erzeugte Kraft stets annähernd gleich dertäglichen Arbeitskraft eines Menschen. Hieraus geht hervor,dass wir bei einer unschwer zu erzielenden Vervollkommnungder Apparate mit sehr geringen Kosten für eine grosse An-zahl von Menschen reine Luft, dieses erste Bedürfniss einesgesunden und kräftigen Lebens, zu beschaffen im Standesind. Die Ingenieure und Mechaniker können sich ein grossesVerdienst um das Wohl des Menschengeschlechtes erwerben,wenn sie diese Aufgabe der allgemeinen Gesundheitspflegemit ihrem Erfindungsgeiste lösen helfen. Wenn künftigVentilationsapparate aufgestellt werden, mögen sie jederzeit