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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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(14 Fragen über die Ventilation

Oeffnungen für Zustimmung frischer Luft und für das Abfüh-ren gebrauchter Luft in gleichem Verhältnisse zu stehenhaben; ja ich gehe so weit, dass ich keinen Anstand nehme,auszusprechen, dass der eine Theil ganz ohne den andernbestehen könne. Wenn wir z. B. dafür Sorge tragen, dassin einen Saal die nothwendige Menge frischer Luft durchmechanische Kraft eingetrieben wird, so können wir jedeVorrichtung für die Abführung der gebrauchten Luft mit-hin alle Evacuationskanäle ersparen. Sollte sich bei zugrosser Dichtigkeit des Baues eine eigene Oeffnung für denAustritt der Luft als nothwendig erweisen, so genügt jedeOeffnung die ins Freie mündet, ohne dass es nothwendigwäre, die gebrauchte Luft auf complicirten und kostspieligenWegen im Hause spazieren und zuletzt aus allen Sälen ver-einigt zum Dache hinaus zu führen.

Ich mache mir nicht die mindeste Illusion über denEindruck, welchen meine Ansichten über die zufälligen Oeff-nungen bei den Praktikern hervorbringen werden. Jederwird bei seinem einmal angenommenen Systeme bleiben,welches verlangt, dass überall, wo ein Kanal für den Ein-tritt frischer Luft gemacht wird, auch ein mindest ebensogrosser oder mehrere für den Austritt der gebrauchten Luftangelegt werden. Ich weiss aber auch mit voller Gewiss-heit, dass Jeder, welcher zuerst eine gute mechanische Ven-tilation ohne solche Entleerungskanäle ausführen, auch voll-ständigen Erfolg erzielen wird. Solche Ausgleichungen zwi-schen Theorie und Praxis überlässt man am besten der Zeit.

Ein anderer wichtiger Punkt für die Anlage von künst-lichen Ventilationen ist die Unterscheidung zwischen frischerund verdorbener Luft. Die Meisten, mit denen ich hier-über gesprochen, haben es für einen Punkt der Ueberle-gung gehalten, an welchen Stellen die schlechte Luft zu fas-sen und abzuführen sey, ob unten am Fussboden oder obenan der Decke, ob in den Ecken^ oder längs den Wänden.