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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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jQ2 Fragen über die Ventilation

Fläche der Wand, und den Gaszähler mit der andern gegen-über liegenden, so musste sich ergeben, wie viel Luft aufdem Wege durch den Mauerapparat verloren ging. Ich warerstaunt über die Grösse dieses Verlustes. Bis ich diesenVersuch ausgeführt hatte, war ich der Ansicht, dass einOelanstrich auf die Wand die freiwillige Ventilation durchdie Wand aufheben müsse. Da es mir aber selbst durchdas sorgfältigste Auftragen eines dicken Wachspflasters nichtgelang, einen luftdichten Verschluss herzustellen, so mussich es als eine offene Frage betrachten, um wie viel diePermeabilität einer Wand für Luft durch einen Oelanstrichverringert wird.

Durch starkes Benetzen einer Wandfläche wurde, wennauch nur vorübergehend, die Permeabilität für Luft sehrverringert.

Nach Mittheilung dieser Versuche fällt auch jede Un-wahrscheinlichkeit der Resultate hinweg, welche aus denBeobachtungen der Abnahme der Kohlensäure in der Luftmeines Arbeitszimmers unter verschiedenen Umständen ge-zogen worden sind. Es wird Niemanden mehr frappiren,dass das sorgfältigste Verkleben aller Spalten an Thüren undFenstern (Versuchsreihe IV) den Luftwechsel nur so wenigverringert hat im Vergleiche zur Versuchsreihe II, wo Fen-ster und Thüren nur auf gewöhnliche Weise geschlossenund die übrigen Umstände nahezu die gleichen wie bei IVwaren. Jedermann wird jetzt zugeben müssen, dass derunaufhörliche Strom der atmosphärischen Luft unsere Wohn-räume nicht unberührt lässt,.dass diese Strömung in ihnennur verlangsamt und theilweise abgeändert, aber nicht immindesten aufgehoben wird. Unsere Wohnungen verhaltensich in dieser Beziehung genau so, wie unsere Kleider, derenBestimmung gleichfalls nicht darin liegt, die Luft von un-serem Körper abzuhalten, sondern ihren Zutritt nur zumassigen, und ihr auf diesem Wege von der Wärme und