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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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Aus dieseD Thatsachen erhellt klar, welchen Einilussnasse und trockene Wände auf den Luftwechsel in unsernGebäuden haben müssen. Um die Durchgängigkeit für Luftnicht nur an den einzelnen Bestandtheilen (Stein und Mörtel)einer Wand nachzuweisen, sondern um sie auch an derfertigen Wand selbst zeigen zu können, liess ich auf einerluftdichten Unterlage (z. B. einer Platte von Gusseisen) durcheinen Maurer ein Stück Wand aus Ziegelstein und Mörtelaufführen, welches 2 Fuss Höhe, 2 Fuss 6 Zoll Breite und1 Fuss 2 Zoll Dicke (1 Stein Stärke) hatte. Die schmalenFlächen wurden mit Gyps überzogen, die beiden gegenüber-stehenden grössern Flächen mit dem gewöhnlichen Bewürfeversehen, der wesentlich nichts Anderes, als gleichfallsMörtel ist. Nachdem dieses Mauerstück in der Luft einesZimmers mehrere Wochen lang gestanden hatte und ziemlichausgetrocknet war, wurde es ganz ähnlich wie oben dereinzelne Ziegelstein, auf den mit Gyps bekleideten Flächenmit der Mischung von Wachs, Oel und Harz luftdicht über-zogen. Auf die beiden gegenüber stehenden, mit einemdünnen Mörtelüberzuge versehenen Flächen wurden miteinem Rohre von '/ 3 Zoll Durchmesser versehene Metall-platten gelegt, und dieselben durch Klemmschrauben beider-seitig angedrückt. Nun wurden die Ränder der Platten mitder Wachsmasse luftdicht auf die Mauer aufgekittet und mitden bereits gedichteten Flächen in der Art verstrichen, dasskeine seitliche Entweichung der Luft möglich war, sonderndass jede Enlweichung nur durch das Mauerstück erfolgensollte. Die von den Platten bedeckte freie Fläche, auf welcherdie Luft durch die Wand gehen konnte, betrug auf jederSeite circa 3,5 Quadratfuss. Da ein solches Stück Wand einGewicht von mehreren Centnern hat, so thut man gut, es aufeiner Stelle errichten zu lassen, wo es stehen bleiben kannund wo die Beobachtungen daran gemacht werden sollen.

Mit einem so vorgerichteten Mauerstücke lassen sich