94 Fragen über die Ven t il a.tion
Ventilation im ganzen Zimmer betrug im Mittel der voraus-gehenden Bestimmungen 54 Cubikmeter per Stunde; beidiesen war die Communication der Zimmerluf't mit dem Ka-mine abgesperrt. Als dieselbe beim Versuche 19 hergestelltwar, und ein lebhaftes Feuer im Ofen brannte, erhob sichder natürliche Luftwechsel unter sonst gleichen Umständenauf 94 Cubikmeter per Stunde, was eine Zunahme von40 Cubikmetern ergibt. Wir können hieraus den Werthdes Zuges in einem Ofen für die Ventilation bemessen. Füreinen einzelnen Menschen hat dieser Zug noch eine wesent-liche Bedeutung, aber für eine grössere Anzahl von Men-schen, von denen jeder 60 Cubikmeter per Stunde bedarf,sinkt sein Werth zur Bedeutungslosigkeit herab. Ich habeauch grössere Oefen, als der in meinem Arbeitszimmer,welches nur circa 75 Cubikmeter (3000 Cubikfuss) Inhalthat, mit Hilfe des Anemometers darauf untersucht, wie vielsie Luft verzehren. In den günstigsten Fällen habe ich etwasmehr als 90 Cubikmeter per Stunde gefunden. Man könntealso den Luftwechsel, der in einem von mehreren Menschenbewohnten Saale über den natürlichen Luftwechsel hinausdurch den Zug eines ohne Unterbrechung geheizten Ofens•verursacht wird, höchstens für iy 2 Menschen genügend er-klären. Es begreift sich daraus die Fruchtlosigkeit aller Be-mühungen , die Luft stark bewohnter Zimmer bloss dadurchrein zu erhalten, .dass man den Ofen von innen heizt. Daskann nur einen Werth für sehr schwach bewohnte Zimmerhaben, in denen die natürliche Ventilation bereits gross ist.Zudem ist nicht zu übersehen, dass auch dieser geringeWerth für bewohntere Säle fast ganz verschwindet, wennnicht geheizt wird, und das geschieht gerade zu Zeiten, wodie" Temperaturdifferenz zwischen innen und aussen sehrgering wird, und mit dieser auch die natürliche Ventilationsehr herabsinkt.
Ich weiss allerdings, dass ich mit diesem Ausspruche