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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Div Max Pettenkofer. 93

Stunde) zu liefern (es berechnen sieh nämlich nur 52 Cubik-meter), aber ich sehe mit voller Bestimmtheit, dass ichweit mehr, als das Normalquantum erhalten hätte, wennich auch noch den zweiten Fensterflügel geöffnet hätte.

Wir sehen hieraus auch, dass das Oefthen eines Fen-sters für die Ventilation einen sehr verschiedenen und rela-tiven Werth hat, und wir wissen auch längst, dass wir, jenachdem Temperatur und Wind aussen sind, das Fenstereines Zimmers verschieden lang offen zu halten haben, umgut zu lüften. Im Winter zeigt sich eine halbe Stunde sowirksam, als im Sommer ein halber Tag.

Würde constatirt seyn, wie gross die Oeffnung in derWand bei Gleichheit der Temperaturen innen und aussenzu seyn hat, um den Bedürfnissen der Ventilation zu ent-sprechen, so könnte man für jeden Grad der steigendenTemperaturdifferenz die Oeffnungen verhältnissmässig ver-kleinern. Auf Grund dieses Principes lassen sich sogar selbst-tätige Apparate denken, welche z. B. durch Metall- (Zink-)Stangen bewegt werden, deren eine Abtheilung im Zimmer,die andere in der freien Luft stehen müsste, und welche imMaasse ihrer verschiedenen Ausdehnung durch die Wärmeals bewegende Kraft auf einen Mechanismus in der Artwirkten, dass bei Gleichheit der Temperaturen die Oefmungganz frei wäre, und bei steigenden Differenzen mehr undmehr geschlossen würde. Ein solcher Apparat müsste gleich-massig functioniren unter der Voraussetzung, dass im Räume,welcher bewohnt wird, die Luft beständig einerlei Tempe-ratur (z. B. 20° C. oder 16° R.) haben würde, und ausserder Temperatur kein weiteres Moment auf den Luftwechselwirken könnte. Das ist nun aber beides nicht immerder Fall.

Aus den Beobachtungen 18 und 19 lässt sich eineVorstellung über den Einfluss des Feuers in einem Ofengewinnen, der von innen geheizt wird. Die freiwillige