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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
91
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von Dt. Max Putten kol'er. 91

CubikfnssVersuch III am 20. Okt. eine stündliche Ventilation von 889,5 IV li.Dec. 2159,7

oder in runden Zahlen I = 95 Cubikmeter per Stunde

11 = 74

III = 22 .

IV = 54

Die freiwillige Ventilation in einem Zimmer ist mithinso bedeutend, aber zugleich so veränderlich, dass es sichsehr der Mühe lohnt, alle Momente genauer kennen zulernen, welche darauf Einfluss haben. Und das führt unszur Erörterung der dritten Frage.

Dritte Frage: Welche Verhältnisse wirken vermeh-rend oder vermindernd auf' die Grösse des natürlichen Luft-wechsels in den Wohnzimmern ein?

Den hervorragendsten Einfluss übt, wie uns gleich dererste Blick auf die obige Zusammenstellung zeigt, die Dif-ferenz der Temperatur im Zimmer und im Freien. Bei demVersuch I betrug die durchschnittliche Differenz

20° und die Luftmenge 95 Cubikmet.II 19» 75

III 4° 22

IV 19» i 54 i

Der Versuch IV , bei dem Fenster und Thüren verklebtwaren, kann nicht direkt mit den übrigen dreien verglichenwerden; aber er zeigt zur Evidenz, dass eine merklicheDifferenz der Temperatur mehr Luftwechsel in einem Zim-mer hervorbringt, als ein etwas dichterer oder loserer Ver-schluss durch Thüren und Fenster. Die wichtigsten Fol-gerungen für die Praxis gehen aus diesem Verhältnisse her-vor. Vor Allem sehen wir, dass die Luft in den ohnehinmeist überfüllten Wohnungen unserer Armen im Winteraus zwei Gründen sehr nachtheilig auf ihre Gesundheit wir-ken inuss. Sie haben kein Holz, um einzuheizen, oder mit