90 Fragen über die Ventilation
wechsel mit dem Sinken des Kohleusäuregehaltes der Zim-merluft sich stets etwas geringer berechne, bildet auch derVersuch 5, der mir übrigens von besonderem Interessescheint. Ich begann um 11 Uhr 30 Minuten (Versuch 4)zwei neben einander stehende Flaschen mit Luft zu füllen.Der Zeitraum, der zwischen der Beendigung der gleichenOperation an der einen und der andern Flasche verfloss,betrug 4 Minuten. Ich hoffte bei der Untersuchung von 5nahezu das gleiche Resultat, wie bei 4, zu erhalten, waraber über die grosse Differenz im Kohlensäuregehalte sehrüberrascht. Meine Methode der Kohlensäurebestimmung istso genau und so leicht auszuführen, dass sie auf y 2 Zehn-tausendstel jedenfalls sicher ist; hier fand ich bereits nach4 Minuten eine Differenz von nahezu 1 Tausendstel. Be-rechnet man aber nach der Formel von Seidel die Ventila-tion zwischen Versuch 4 und 5 auf die Stunde, so erhältman ein ähnliches Resultat, als wenn man sie aus denDifferenzen von Versuch 5 und 6 oder 6 und 7 berechnet.Diese Uebereinstimmung gilt mir als eine Garantie für dieRichtigkeit sowohl der Voraussetzungen, als der Methode,deren ich mich zur Entscheidung der vorliegenden Fragenbediente.
Bei Berechnung der Mittel der vier Beobachtungsreihensind die Versuche 14 und 19 unberücksichtigt geblieben,weil sich diese auf wesentliche Aenderungen in den Um-ständen beziehen. Beim Versuch 14 wurde der Einflussdes Oeff'nens eines Fensters untersucht, beim Versuche 19der Einfluss des brennenden Feuers in einem Ofen, der voninnen geheizt werden kann.
Da das Zimmer, in dem diese Versuche gemacht wur-den, circa 3000 Cubikfuss Inhalt hat, so ergibt sich im
Cubikfuss
Versuch I am 7. März eine stündliche Ventilation von 3819,3
H „ 9. „ „ „ - „ „ 3006,6