von Dr. Max Pettenköfer. 89
wohl der bedeutendere; dann ist aber zweitens nicht zuvergessen, dass die Versuche an dem Gebrechen leiden,dass die Entwicklung von Kohlensäure in die Luft zu keinerZeit ganz aufhörte, weil ich notwendigerweise im Zimmerbleiben musste, um die Versuche auszuführen. Die ausmeinen Lungen stammende Kohlensäure hat nur einen ge-ringen Einfluss auf das Resultat der Rechnung bei einemgrossen Gehalt der Zimmerluft an Kohlensäure, wie er zuAnfang der Versuche ist, hingegen einen sehr merklichenbei einem geringen Gehalte, wie er stets am Schluss der-selben sich ergibt. Nimmt man z. B. den Versuch 8 undrechnet die während einer Stunde entwickelte Kohlensäure(circa 0,5 Cubikfuss) aus der Zimmerluft (3000 Cubikfuss)hinweg, so ergäbe sich ein Kohlensäuregehalt derselben vonnur 1,0 pro mille, wornach sich der Luftwechsel per Stundewesentlich höher, als auf 857 Cubikfuss per 1000 CubikfussZimmerinhalt berechnen würde.
Der Versuch 11 ist mit einem Fehler in der Bestim-mung der Kohlensäure behaftet. Zwischen dem Versuche9 und 10 fand ein Luftwechsel statt, der per Stunde und1000 Cubikfuss sich auf 348 Cubikfuss berechnet. Zwischenden Versuchen 10 und 11 hätte er aber nur 188, hingegenzwischen 11 und 12 wieder 372, also mehr als Anfangsbetragen. Es ist offenbar, dass in dem Versuche 11 derKohlensäuregehalt zu hoch gefunden wurde, wahrscheinlichin Folge unrichtigen Aufschreibens oder Ablesens. Dadurchwird die Differenz und mit ihr der Luftwechsel zwischenVersuch 11 und 10 zu gering, zwischen 11 und 12 aberin gleichem Verhältnisse zu gross. Der richtig ausgeführteVersuch 12 compensirt nothwendig den Fehler des Ver-suches 11. In der That ist das arithmetische Mittel von188,8 4- 376,6 gleich 280, was weniger als das vorausgehende348 und' mehr als das nachfolgende 276 ist.
Eine kleine Ausnahme von der Regel, dass der Luft-