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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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74 Fragen über die Ventilation

durch die Ausscheidungen der Lungen und der Haut derMenschen vermag die Reinlichkeit nichts mehr auszurichten;gegen diese, gegen die Folgen der Respiration und Perspi-ration ist die Ventilation vorzugsweise gerichtet. Die wesent-lichsten Ausscheidungsstoffe unserer Lungen und unserer Haut,so weit sie in die Luft übergehen, sind Kohlensäure undWasser. Gleichzeitig mit diesen gehen stets noch geringeMengen flüchtiger organischer Stoffe in die Luft über, diesich bei einiger Anhäufung durch den Geruch bemerkbarmachen. Eine Luft, welche bereits die Gegenwart einergrösseren Menge von Ausdünstungsstoffen durch den Geruchverräth, kann nicht mehr für gesund und rein gehaltenwerden. Für empfindsame Geruchsnerven wird jedes be-wohnte Zimmer mehr oder weniger Geruch haben, so dasswir uns nach einem Maassstabe umsehen müssen, der unsgenau gewisse Grade der Luftverderbniss ohne Mitwirkungsubjektiver Empfindungen zu bestimmen erlaubt. Es sindhier verschiedene Wege möglich, 4ie Luft bewohnter Räumemit der freien reinen Atmosphäre zu vergleichen. 'Mankönnte bemessen, um was die Luft in Folge der Respirationund Perspiration entweder an Wasser, oder Kohlensäure,oder an organischen Substanzen unter verschiedenen Um-ständen zunimmt. Alle drei Grössen werden stets propor-tional mit der Anzahl von Menschen zu- und abnehmen.Da der Wassergehalt der Luft selbst sehr verschieden ist,da wir bei der hygroscopischen Beschaffenheit unserer Bau-materialien und unserer Wandverkleidungen an ihnen zahl-reiche Quellen zur Veränderung des Wassergehaltes der Luftin den Wohnungen haben, so wird der Wassergehalt derLuft nur ein sehr unsicheres Maass für die Grösse der Re-spiration und Perspiration und für deren Einfluss auf dieZimmerluft abgeben können. Die Menge organischer Stoffewürde allerdings einen sehr richtigen Maassstab abgeben,aber leider besitzen wir keine Methode, dieselben quantitativ