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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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(5(; lieber die Ventilaüons-A pparate

der van Hecke'sche Ventilator mit dein von Sochet ver-glichen , welcher wegen seiner Leistungen grosses Ansehengenoss. Beide wurden mit gleichen Kräften während gleicherZeiten bewegt. Wenn der Ventilator von Sochet von dreiMann getrieben 5430 Cubikmeter Luft in den untersten Schiffs-raum der Gironde, eines Schiffes von 1200 Tonnen Tragkraftmit einer Dampfmaschine von 160 Pferdekräften, brachte,so lieferte dieselbe Kraft mit dem van Hecke'schen Venti-lator 18360 Cubikmeter Luft, so dass sich die Leistungenverhalten, wie 1 : 3,38. Auf einem kleineren Schiffe, Adour,für 900 Tonnen mit einer Maschine von 120 Pferdekräften,sollten 500 Galeerensträflinge nach Cayenne transportirt wer-den; der untere Schiffsraum und das Zwischendeck, wo dieGefangenen während der langen Reise verweilen sollten,hatte nur so viel Raum, dass für 1 Individuum 1,7 Cubik-meter blieb. Man hatte einen Centrifugal- Ventilator aufge-stellt, der beliebig durch Dampf- oder Menschenkraft bewegtwerden konnte, und der von 6 Mann getrieben in maximoper Stunde 3000 Cubikmeter Luft eintrieb. Ein van Hecke'-scher Ventilator, von einem einzigen Manne getrieben,lieferte über 6000, und mit einem Windschlauche versehenbei massigem Winde mehr als 9000 Cubikmeter (Grassi,Annales d'hygiene publique et de medicine legale. 2 me serie,1857, Tome VIII). Als der Adour wirklich die Reise machte,wurde der Centrifugal-Ventilator mittels Dampfkraft nur 10bis 12 Tage Anfangs gebraucht, wobei 3 bis 4 Pferdekräftenothwendig waren. Die ganze übrige Zeit der langenReise bediente man sich nur des van Hecke'schen Venti-lators, von einem einzigen Manne getrieben. Währendder Reise genossen die 500 Sträflinge eine vollkommeneGesundheit, und hatte Herr Arnoux, Oberarzt, nicht eineneinzigen Krankenzettel zu schreiben. Auf der Rückreisenach Frankreich nahm Mr. Arnoux 196 Kranke und Re-convalescenten aus verschiedenen Spitälern der Kolonien an