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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Dr. Max Fetten kofer. 67

Bord; er kam an, ohne einen einzigen Mann verloren zuhaben.

Was an dem van Hecke'schen Ventilator als das Auf-fallendste und Interessanteste betrachtet werden muss, istseine grosse Leistungsfähigkeit bei verhältnissmässig sehr ge-ringem Kraftverbrauch. Wenn ich als Laie in der Mechanikdie rechte Anschauung von der Sache gewonnen habe, soberuhen diese Vortheile auf zwei Umständen:

1) Der Ventilator hat eine Form, welche möglichstwenig Reibung und Widerstand darbietet; er begnügt sich,der Luft einen unausgesetzten Anstoss zur Bewegung zugeben, ohne sie gerade auf weite Fernen schleudern oderzusammenpressen zu wollen; seine ganze Ax-beit in Beaujonist die fortwährende Verschiebung einer equilibrirten end-losen Luftsäule von circa 3 / 4 Quadratmeter Grundfläche.

2) Der van Hecke'sche Ventilator wird nur dann wirk-sam seyn, wenn der Fortbewegung der Luft so viel wiekein Hinderniss entgegen steht, wenn keine Pression hervor-gebracht werden soll; er erfordert desshalb verhältnissmässigweite Leitungsrohren^ Ich zweifle, ob man mit einem sol-chen Ventilator ein Schmiedefeuer unterhalten könnte. Wäh-rend in der Hauptluftröhre des Apparates Thomas-Laurensin Lariboisiere eine Pression von 32 Millimetern Wassersäuleüber dem Druck der freien Luft beobachtet wurde, zeigtesich in der Hauptröhre in Beaujon kaum ein Druck vonY 2 Millimeter, obschon in der Stunde mehr als 3500 Cubik-meter durch dieselbe strömten.

So viel dürfte als feststehend angenommen werden, dassdie Ventilation des Herrn Dr. van Hecke sehr empfehlens-werth ist. Ich habe desshalb auch keinen Anstand genom-men, dem Magistrate der Stadt Augsburg, welcher eben imBaue eines grossen Krankenhauses begriffen ist und michbezüglich der Ventilation um Rath fragte. diese Methodeals die vorzüglichste zu bezeichnen. Wie ich aus sicherer