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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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(54 Ueber die Ventilations- Apparate

Kraft C/j bis 1 Pferdekraft) consumirt, womit die Luft sozu sagen aus den Sälen ausgesaugt wird. Der Ventilatorvon van Hecke besteht einfach aus zwei Schaufeln (ähnlichwie die bewegende Schraube an den Schraubendampfschiffen),welche auf zwei Stielen senkrecht auf einer rotirenden Axesitzen und in einem Winkel von 50 bis 60 Graden geneigtsind. Eine Eigenthümlichkeit dieses Ventilators ist, dassdie Neigung der Paletten nicht constant ist, sondern mitder Geschwindigkeit der Rotation sich ändert. DieserVentilator wird durch eine kleine Dampfmaschine von circa1 Pferdekraft in Bewegung gesetzt, welche sich im Sou-terrain befindet. Von ihr geht eine Laufschnur zum Ven-tilator unter dem Dache, wodurch dieser bewegt wird. Umzu sehen, ob die nöthige Quantität Luft zuströme, dient dieGrösse des Druckes, welchen der Luftstrom in der Haupt-röhre auf eine bestimmte Fläche ausübt. Dieser Druck wirdauf einen Hebel übertragen, und von diesem mittels einerSchnur auf einen Quadranten, dessen Zeiger dadurch bewegtwird. Dieser Quadrant (Indicateur) kann sich im Gangezu ebener Erde oder in jedem Stockwerke befinden, so dassder Arzt oder der Administrator des Spitals jeden Augenblicksehen kann, ob der Stand des Zeigers der festgesetztenStromstärke entspricht oder nicht. Die Bewegung der Dampf-maschine muss nun in dem Grade gesteigert oder ermässigtwerden, als es der Stand des Zeigers erfordert.

Van Hecke ventilirte somit ähnlich wie Duvoir durcheinen Zugkamin, nur dass letzterer die Luft im Zugkaminedurch blosse Erwärmung, ersterer aber durch eine beliebigzu steigernde mechanische Kraft in Bewegung setzte. Daaus den Untersuchungen von Grassi über die Ventilation inLariboisiere aber hervorging, dass der Zugkamin die Luftnicht nothwendig durch die dafür gemachten Wege nachden Sälen saugt, sondern dass durch alle vorhandenen zu-fälligen Oeffnungen sehr bedeutende Luftmassen zugleich