von Dr. Max Petteiikol'er. ßß
so entsteht ein mehr öder minder lebhafter Strom der Luftaus dem Garten nach den Sälen, ganz-so, wie wir es beiden in Deutschland mehrfach üblichen Meissner'schen Luft-heizungen bereits seit vielen Jahren in Anwendung sehen.Van Hecke hat auch bei Construction seines Wärmeofensdarauf Rücksicht genommen, worauf ich bereits im Jahre1850 dringlich aufmerksam gemacht habe. . (S. „Ueber dieUnterschiede zwischen Ofen- und Luftheizung", Dinglerspolytechn. Journal, Jahrgang 1851.) Mit dem Calorifere istnämlich ein Wasserbecken in seitlicher Verbindung, worüberdie Luft streichen muss, damit sie nicht bloss erwärmt, son-dern auch in einem entsprechenden Grade befeuchtet werde.Um bei vorkommenden Fällen die Temperatur der in dieSäle strömenden Luft rasch erniedrigen zu können, hatvan Hecke die Vorsorge getroffen, dass die Luft den Wärme-ofen nicht stets zu passiren braucht, sondern auch beliebigausserhalb demselben nach der aufsteigenden Hauptröhregeleitet werden kann. Man lässt mit Hilfe von einfachenSchubvorrichtungen jederzeit nur so viel Luft durch denWärmeofen gehen, als zur Erhaltung einer beliebigen Tem-peratur in den Sälen nothwendig ist, — das Uebrige gehtausserhalb des Ofens, und vermischt sich mit der heissenLuft aus dem Calorifere.
Es ist klar, dass auf diese Weise bei. einer grösserenTemperaturdifferenz der äussern und innern Luft schon einesehr beträchtliche Strömung auch ohne Anwendung einermechanischen Kraft hervorgebracht werden.kann. Für denAustritt der Luft sind wieder Evacuationskanäle in den Sälenangebracht, die sich auf dem Speicher zu einem gemein-samen Schlote vereinigen, und über dem Dache münden.Um nun die natürliche Ventilation bis zum Quantum von60 Cubikmetern per Stunde und Bett zu erhöhen, hat vanHecke in dem Schlote unter dem Dache einen sehr ein-fachen Ventilator angebracht, dessen Bewegung sehr wenig