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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Dr. Max Pettenkofer. 57

wird der Wasserdampf benützt, welcher zur Bewegung' derMaschine gedient hat. Dieser wird ähnlich, wie die Luft,nur in kleineren und vollkommen dichten Röhren nach deneinzelnen Pavillons und Stockwerken geleitet. In den Sälenstehen mit Wasser gefüllte Oefen, durch welche ein Dampf-rohr in schlangenförmiger Windung geführt ist. Durch Hähnewird der Dampfzutritt geregelt. Diese Wasseröfen sind vonRöhren vertikal durchbrochen, durch welche die frische Lufteinströmt und sich erwärmt. Schon ehe die Luft in dieseOefen eintritt, befindet sie sich in näherer Berührung mitden Dampfröhren, und wird dadurch vorgewärmt. Das ausdem Dampfe condensirte Wasser läuft wieder zurück in denKessel, so dass dieser grossentheils mit ein und demselbenWasser gespeist wird. Ist keine Heizung in den Sälennothwendig, so wird. die Dampfleitung abgeschlossen, undder Dampf in der Waschküche oder anderwärts verwendet,oder nach Umständen auch ins Freie gelassen. Grassi fandnun, dass durch die Thätigkeit des Ventilators in den Luft-zuführungsröhren den Sälen des ersten Pavillons, welchendie Maschine zunächst lag, etwas mehr Luft zugeführt wird,als den Sälen des dritten und entferntesten. Aber auch die-sem wurde noch weit mehr als die bedungene Menge vontiO Cubikmetern per Stunde und Bett zugeführt. Folgendessind seine durchschnittlichen Resultate:

1. Pavillon 132 Cubikmeter per Stunde und Bett.

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Von der vollkommenen Güte und Geruchlosigkeit derLuft in den Sälen überzeugte ich mich mehrfach.

Grassi untersuchte auch, wie viel Luft aus den Sälendurch die Entleerungskanäle entwich. Er fand, dass vonder einströmenden Luft kaum die Hälfte sich auf diesemWege entfernte, das Uebrige durch die zufälligen Oeffnungender Säle ging.