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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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,34 Ueber die Ven tila tions-Apparate

Diese Frage hat Di-. Gvassi aus ähnlichen Gründen auf das ent-schiedenste verneint, was auch ich Eingangs meines Berichtesausgesprochen habe. Die bewegende Kraft ist lediglich dieDifferenz der Temperatur der Luft in der Zugkammer und derfreien Luft. Die Temperatur der Luft in den Sälen kommthiebei weniger in Betracht. Da diese Differenz, und damitdie bewegende Kraft bald gross und bald klein seyn kann,so wird die Ventilation in demselben Maasse ungleich seyn.Hierüber hat bereits vor vielen Jahren Peclet die klarstenAuseinandersetzungen gemacht, als er die Ventilation desGefängnisses Mazas untersuchte; seine wohlgemeinten Winkescheinen aber in Frankreich ebenso den Praktikern entgangenzu seyn, wie in Deutschland. Diese beiden Thatsachen gebenDr. Grassi ein vollständiges Recht, von dem er auch Ge-branch gemacht hat, die Ventilation der drei Flügel der. weiblichen Abtheilung des Spitals Lariboisiere als mangel-haft und unvollständig zu erklären.

Ich finde in den Erfahrungen dieses Gelehrten noch eineThatsache angeführt, auf die er zwar kein Gewicht legt,weil sie seinen eigenen Anforderungen an eine gute Venti-lation nicht entgegentritt, welche aber nach meinen spätermitzutheilenden Erfahrungen von entschiedener Bedeutungist, nämlich den Kohlensäuregehalt der Luft in einem venti-lirten Saale; er betrug 2,5 pro mille dem Volumen nach.Ich habe eine Luft, welche in Folge des Athmens von Men-schen 2'/ 2 pro mille Kohlensäure enthält, stets übelriechendgefunden. Das Nämliche fand ich auch in Lariboisiere.Ich werde nachweisen, dass wir kein Becht haben,- eine Luftfür g u t zu erklären, die mehr als 1 pro mille Kohlensäurein Folge der Respiration und Perspiration der Menschenenthält.

Der höchst bedeutende Zufluss von Luft durch die zu-fälligen Oeffhungen (Undichtigkeit von Fenstern und Thüren,wozu auch noch die Undichtigkeit der Wände zu nehmen