von Dr. Max Pettenköfer. 51
ihn bei Hochöfen, Schmiedfeüern etc. sclion länger anwendet(System von Thomas, Laurens), und für eine Heizung mitOefen, welche mit Wasser gefüllt sind und mit dem Dampfegeheizt werden, welcher zur Bewegung der Maschine gedienthat. Dieser entschiedene Uehertritt zur Ventilation mit me-chanischer Kraft erregte in Paris vielseitige Opposition; alleAnhänger der bisherigen Methode, zur Ventilation von Spi-tälern und Gefängnissen wesentlich die Temperaturdifferenzder Luft im Freien und im Innern der Gebäude, d. i. dendadurch entstehenden Zug zu benützen, kamen in Auf-regung. Letzteres Sj^stem hafte Duvoir bis zu einer anerken-nenswerthen Höhe ausgebildet und theilweise sehr befrie-digende Resultate erzielt. Eine neue Commission, welchein Folge der heftigen Angriffe gegen den Keschluss der erstenaus Architekten unter dem Vorsitze des Generals Morin zu-sammenberufen wurde, trat dem Vorschlage ihres Vorsitzen-den bei, das aus sechs Flügeln bestehende Spital Lariboi-siere zur Hälfte (die männliche Abtheilung) mit mechanischerKraft (nach den Vorschlägen von Thomas, Laurens, Groü-velle und Tarcot), zur Hälfte (die weibliche Abtheilung) nachdem Systeme von Leon Duvoir zu ventiliren und zu heizen.Die Grösse der Ventilation wurde für beide Systeme von20 Cubikmetern auf 60 per Stunde und Bett erhöht. Ein-theilung und Dimensionen der zu ventilirenden Säle sindauf beiden Abtheilungen vollkommen gleich. Die völligeGleichheit der durch die beiden coneurrirenden Methodenzu ventilirenden Objekte ist ein wichtiger Unistand, undfür Gewinnung eines sichern Endurtheiles maasgebend. SeitMärz 1854 sind beide Apparate neben einander im Gange,und wurden von Dr. Grassi einer eben so gewissenhaftenals umfangreichen und streng wissenschaftlichen Untersuchungauf ihre praktischen Leistungen unterworfen. Herr Dr. Grassihat'durch seine Untersuchungen wesentlich dazu beigetragen,die für die Hygiene so wichtige Frage der Ventilation im