Druckschrift 
Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

50 lieber die Ventiln tions- A ppara te

grosse Epidemie eine Vermehrung der Betten nothwendigmachen sollte;

8) die Einströmöffnungen der Luft müssen einen hin-reichenden Querschnitt halben, um die Luft nur mit einergeringen Geschwindigkeit in die Säle eintreten zu lassen,und mit einer Temperatur., die nicht über 70° beträgt;

9) die Luft muss mit einem gehörigen Grade von Feuch-tigkeit, den inan nach Beliehen ändern kann, in den Sälenanlangen;

10) eine besondere Einrichtung muss es möglich machen,die Luft künstlich zu kühlen, wenn es bei grosser Hitzenothwendig werden sollte;

11) die Apparate der allgemeinen Heizung oder beson-dere Apparate müssen eine für alle Bedürfnisse der Sälegenügende Menge warmen Wassers liefern, und eine ent-sprechende Temperatur in den Wärmeschränken erhalten,welche in den Küchen jedes Saales angebracht sind;

12) In jeder Küche des Erdgeschosses muss für sichoder im Zusammenhange mit den Wärmeapparaten derKüchen der obern Stockwerke ein Feuerherd angebrachtwerden, um ein lebhaftes Feuer erzeugen zu können;

13) dieHeizungs- und Ventilationsvorrichtungen müssenin der Weise angelegt seyn, dass sie allmählig in allenPavillons in Thätigkeit oder in irgend einem Theil der Ge-bäude ausser Thätigkeit gesetzt werden können; sie müssenausserdem gestatten, die Temperatur in jedem Saale zu er-höhen oder zu erniedrigen.

Eine wissenschaftliche Commission, an deren Spitzeeine auch in Deutschland vollgültige Autorität, der Physikerund Chemiker Regnault, stand, hatte die eingegangenenVorschläge zu prüfen, und sie entschied sich zuletzt für dieAnnahme eines gemischten Systems, für eine Ventilationdurch mechanische Kraft, d. i. durch eine Dampfmaschine,welche einen Centrifugalventilator bewegt, ähnlich wie man