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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Dr. Jlnx Eettehk.öfe-r." .jr)

Apparate über. Nacli dem Jahre 1848 wurde das pracht-volle und grosse Spital Lariboisiere in der Vorstadt Poisson-niere errichtet. Man legte von Seite der Verwaltung auchein besonderes Gewicht darauf, . dasselbe möglichst gut zubeheizen und zu ventiliren. Man stellte ein Programm auf,welches die Forderungen enthielt,, die man an die Ventila-tion sowohl, als an die Heizung machte, und eröffnete eineConcurrenz für verschiedene Vorschläge und Unternehmer.Das Programm (S. Grassi, Etüde comparative des deuxsystemes de Chauffäge et de Ventilation etablis a FhöpitalLariboisiere. Paris, Rignoux 1856, p. 20) enthielt folgende13 Punkte:.

1) eine constante Temperatur von 15 u in den Kranken-sälen und in den Zimmern der Schwestern während desganzen Jahres, bei Tag und bei Nacht;

2) eine Temperatur von 15° während des ganzen Jahres,aber nur bei Tage, in den Zimmern und Officinen;

3) eine Temperatur von 10 u das ganze Jahr, bei Tagund Nacht, auf den Stiegen der Krankenpavillone;

4) eine fortwährende Ventilation von warmer Luft wäh-rend des Winters und von kalter Luft in der warmen Jahres-zeit, zu mindestens 20 Cubikmetern per Stunde und Bettin den Krankensälen;

5) eine Ventilation nur während des Tages in denZimmern des entsprechenden Pavillons zu 10 Cubikmeternauf das Bett;

6) eine Ventilation in den Abtritten, hinreichend, umin keinem Falle in diesen einen übeln Geruch sich ent-wickeln zu lassen, ohne dass Luftströmungen dort entstehenkönnten, welche den Kranken nachtheilig wären;

7) die Ventilationsapparate müssen einen Ueberschussan Kraft besitzen, hinreichend, um in allen Sälen odertheilweise eine zweimal so starke Ventilation wie die ebenangegebene hervorbringen zu können, wenn irgend eine

Pettenkofer, Luftwechsel. 4