26 Ueber die Ventilations-A pparate
Druck von 14 bis 30 Granen auf einen englischen Quadrat-fuss an. '
ILEtwas complicirter als die Anlage für die abzuführendeLuft ist die für die Zufuhr frischer Luft. Das neue Gebär-haus besteht aus einer östlichen und westlichen Reihe vonSälen; beide Reihen sind durch einen Corridor, dessen Rich-tung wesentlich von Süden nach Norden läuft, getrennt undverbunden. Arn höchsten Punkte des Gebäudes in der Mittedes gemeinsamen Zinkdaches ist ein sechseckiger Thurmangebracht, in dessen Inneres die frische Luft zuerst durchJalousieen in einen sogenannten Vorhof, dann durch grosseWachstaff'entventile in die sogenannte Luftkammer tritt. Umdie Wirkungen eines zu heftigen Windes zu ermässigen,sind ausserhalb der Luftkammer noch bewegliche Jalousie-Schwingen angebracht, welche sich je nach der Geschwindig-keit des Windes mehr oder minder öffnen und schliessen sollen.Die Ventile sind Fensterrahmen, auf deren innerer Seite Blättervon Wachstaffent hängen, die an der dem Winde zuge-kehrten Seite des Thurmes gehoben werden, während dieselbeKraft diese Ventile auf allen übrigen Seiten schliesst, indem siedieselben an die mit weitem Drathgitter bespannten Rahmeninnen andrückt. Von der Luftkammer aus laufen vier imrechten Winkel zusammenstossende weite viereckige Kanäle,so gross, dass man gebückt in denselben gehen kann; sieführen am untern Theil des Dachs ins Freie, und sind nachdieser Seite hin mit eben solchen Rahmen und Wachstaffent-blätte'rn, wie die Luftkammer, begränzt. Dieses hohle Kreuzhat den Namen: Grosse Luftarterien erhalten. Von der grosseninnerhalb des Speicherraumes in der Richtung der Corridorevon Süd nach Nord verlaufenden Arterie zweigen sich nunsowohl für die östliche als die westliche Saalreihe Seiten-
1 Henry lioscoe — Some ehemical facts, respecting the atmosphereot' Dwelling Houses. Qnarterly Journal of the Chemical Society.