von Dr. Max Pettenkofer. 23
und Perspiration von Menschen zu beurtheilen, kann mansich vom Kohlensäuregehalt derselben sicher leiten lassen.Wir haben zwar kein Recht, anzunehmen, dass die Schäd-lichkeit der Luft überfüllter Räume lediglich von der Ver-mehrung der Kohlensäure herrühre, sondern sie hängt sicherauch von anderen Veränderungen der Athmosphäre, undwesentlich von der Beimischung organischer Stoffe durchRespiration und Perspiration ab, aber wir können nichtfehlen, wenn wir annehmen, dass die übrigen Schädlich-keiten aus derselben Quelle mit der Kohlensäure proportionalgehen. — In der Gebäranstalt befindet sich ein Saal, 40 Fusslang, 27 Fuss breit und 14 Fuss hoch, in welchem sich dieSchwangern den grössten Theil des Tages aufhalten, in wel-chem sie arbeiten und essen. Dieser Saal besitzt keine Ven-tilation, musste desshalb am geeignetsten seyn, um dieFrage zu entscheiden, wo, ob oben oder unten, die Luftabzuführen sey, falls man ihn ventiliren wollte. Die Lufteinige Zolle über dem Boden und einige Zolle unter derDecke wurde auf ihren Kohlensäuregehalt untersucht. DieseBestimmungen wurden nach der Methode ausgeführt, welcheich im Vorhergehenden näher beschrieben und von der ichim Verlaufe meiner Untersuchungen über Ventilation viel-fach Gebrauch gemacht habe. Ich nahm in diesem Saalefast gleichzeitig Proben von der Luft am Boden an drei ver-schiedenen Punkten (in der Nähe der Thüre, in der Mitte,und an der der Thüre gegenüberstehenden Wand). DerKohlensäuregehalt ergab sich zu
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2,24
2,27für 1000 Volumtheile Luft. Die Luft unmittelbar unter derDecke des Saales an zwei Punkten genommen, ergab auf1000 Volumtheile 2,69 und2,63