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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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22 Ueber die V en tilatious- Apparate

den Kamin des einzelnen Saales bewegt. Ist letztere »Bewe-gung eine rasche, so werden die Säle viel Luft auf diesemWege verlieren, ist sie eine schwache, wenig. Da jederSaal seinen eigenen Ofen hat, so richtet sich das Abströmender Luft für jeden einzelnen Saal nach den eben maassge-benden Verhältnissen. Eine gleichmässige Entfernung derLuft aus den Sälen ist bei derartigen Einrichtungen vonvornherein nicht zu erwarten. Das einzige Kriterium fürihre Leistung war bisher ein brennendes Licht, welches manan die Abzugsöffnungen im Saale hielt; man beobachtete,ob die Flamme hineingezogen wurde oder nicht. Bei weitemin der Mehrzahl der Fälle beobachtete ich, dass diese Ab-züge in einer Weise functionirten , dass die Flamme wirk-lich hineingezogen wurde, dass die Intensität aber, mit deres geschah, zu verschiedenen Tagen und Tageszeiten augen-scheinlich eine sehr verschiedene war. Ja sie sank hie undda so weit, dass es wirklich zweifelhaft blieb, ob die Bewe-gung der Luft in der beabsichtigten Richtung stattfand odernicht. Eine verkehrte Bewegung, ein Herausblasen ausdiesen Zugöff'nungen wurde nie, wenigstens nicht für län-gere Zeit beobachtet. Diesen Theil der Einrichtung trifftmithin lediglich der Vorwurf einer höchst ungleichmässigenFunction, während der Luftverbrauch durch die Bewohnerder Säle ein nahezu gleich fortdauernder ist. Man kanndie von der Lunge eines Erwachsenen exspirirte Luft durch-schnittlich per Minute zu 5 Liter annehmen.

Die Abzüge für die sogenannte verdorbene Luft sind amBoden der Säle angebracht, weil man bei der Anlage von derVoraussetzung ausging, die untern Schichten der Luft in denSälen sejen eine verdorbenere Luft, als die obern. Obwohldiese Annahme schon früher näher geprüft und als irrig erwie-sen worden, so hielt ich es doch nicht für überflüssig, auch indem vorliegenden Falle einige Untersuchungen darüber an-zustellen. Um die Verderbniss der Luft durch Respiration