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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
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14 Die Kohlensäure in der atmosphärischen Luft

centimeter an, untersucht deren nur 30 und berechnet darausden Gehalt der übrigen 15 Cubikcentimeter. Man erhält,so viel Kalkwasser in das Becherglas, dass man einige Cubik-centimeter auch zum Ausspülen der 30 Cubikcentimeterhaltenden Pipette verwenden kann. Die in der Luft desZimmers, wo man die Untersuchung vornimmt, enthalteneKohlensäure kann das Resultat nicht alteriren, wenn mandas Becherglas ruhig stehen lässt, und mit der Pipette dieFlüssigkeit vom Grunde des Glases ansaugt. Es kann danndas Kaikwasser höchstens in der obersten Schichte etwasKohlensäure anziehen, welche aber nicht mehr in die Pipettegesogen wird. Man lässt die 30 Cubikcentimeter Kalkwasserwie oben in ein Medicinfläschchen laufen, und neutralisirl,mit der verdünnten Oxalsäure bis zum Verschwinden deralkalischen Reaktion ganz so, wie beim frischen Kalkwasser.Wie viele Cubikcentimeter Säure man jetzt weniger braucht,so viele Milligramme Kalk wurden von Kohlensäure neu-tralisirt. Da mit 14 Gewichtstheilen Kalk sich genau 11Gewichtstheile Kohlensäure verbinden, so hat man nun alleAnhaltspunkte zur Berechnung der Kohlensäure in dem inder Flasche eingeschlossenen Luftvolumen. Einige Beispielewerden die ganze Methode, deren Beschreibung vel um-ständlicher ist, als deren Ausführung, für jeden Chemikerleicht fasslich machen.

1) Luft aus dem Freien.

Volumen der Flasche 6140 Cubikcentimeter, mithinnach Abzug der 45 Cubikcentimeter Kalkwasser 6095.

Temperatur der Luft 1 ° Geis.

Barometerstand 732 Millimeter.

Volumen der eingeschlossenen Luft auf 0° C. und760 Millimetern. Barometerstand reducirt 5891 Cubikcenti-meter.

30 Cubikcentimeter des verwendeten Kalkwassers er-forderten .38,7 Cubikcentimeter Oxalsäurelösung.