von Dr. Max Pettenkofer. 15
30 Cubikcentimeter Kalkwasser erforderten nach Ab-sorption der Kohlensäure. 34,2 Cubikcentimeter Oxalsäure-lösung, mithin um 4,5 Cubikcentimeter weniger, so dass4,5 Milligramme Kalk durch Kohlensäure gesättigt waren.In den nicht untersuchten 15 Cubikcentimetern des ge-brauchten Kalkwassers sind mithin noch ferner 2,2 Milli-gramme Kalk durch Kohlensäure neutralisirt worden. Inden 5891 Cubikcentimetern Luft war mithin so viel Kohlen-säure, dass sie 6,7 Milligramme Kalk neutralisirte. Dazusind 5,3 Milligramme Kohlensäure erforderlich. 1 MilligrammKohlensäure ist in Gasform bei 0° und 760 Millimeter Ba-rometerstand 0,503 Cubikcentimeter, und somit waren in die-sem Falle in 5891 Cubikcentimeterii 2,6659 Cubikcentimetet'oder 0,452 pro mille enthalten.
2) Luft aus einem schlecht gelüfteten Arbeits-z i m m e r.
Volumen der Flasche 3430 Cubikcentimeter, nach Abzugvon 45 Cubikcentimetern Kalkwasser 3385 Cubikcentimeter.
Temperatur 17» C.
Barometerstand 709 Millimeter.
Reducirtes Volumen 2974 Cubikcentimeter.
Gehalt des Kalkwassers: in 30 Cubikcentimetern 37 Mil-ligramme Aetzkalk.
Von den zur Absorption der Kohlensäure in die Flaschegebrachten 45 Cubikcentimetern enthielten darnach 30 Cubik-centimeter nur noch 27 Milligramme Aetzkalk. Es sind so-mit von 37 Milligrammen Aetzkalk in 30 CubikcentimeternKalkwasser 10 Milligramme durch die Kohlensäure der Luftin der Flasche gesättigt worden. Für die nicht untersuchten15 Cubikcentimeter des gebrauchten Kalkwassers kommendesshalb noch 5 Milligramme Kalk in Rechnung, welchevon der Kohlensäure derselben Luft gesättigt worden sind.In dem reducirten Luftvolum von 2974 Cubikcentimeternwar somit so viel Kohlensäure, dass 15 Milligramme Aetzkalk