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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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Blüthen ein Pfund Zuckcr zum ersten Grad klar, thut dieBlüthen in eine Terrine, übergießt sie mit dem Zncker, welcheraber zur Halste abgekühlt sein muß, und läßt sie so bis zumnächsten Tage stehen. Nach Verlaus dieser Zeit gießt man denZucker wieder ab, kocht ihn bis zum dritten Grad ein, indemman ihn rein abschäumt, thut alsdaun die Blüthen hinein, kochtsie mit dem Zucker auf, schäumt sie gut ab, setzt etwas 6oleevon Aepfeln dazu, und verwahrt sie endlich in kleinen Gläsern.

«bstkäse.

Diese Art l^onüturo besteht aus recht steif eingekochtenklai-mel-xles, welche man in Formen füllt, und zum völligenAustrockenen in ein Wärmspinde stellt, woselbst man sie vier nndzwanzig Stunden stehen läßt. Nach Verlauf dieser Zeit stürztman die Ldnliluro ans den Formen, schneidet sie in Scheiben,bepudert dieselben gut mit seinem Zuckcr, legt sie alsdaun aufHaarsiebe, und läßt sie noch einige Tage im Wärmspinde unteröfterm Umwenden trocknen. Man nimmt hierzu Quitten, Abri-kofen, Aepfel, fieines-lüluulles, Kirschen, Johannisbeeren, Him-beeren u. dgl. m. Man verwahrt die getrockneten Scheibenin Schachteln an einem trocknen Orte, und giebt sie mit alsDessert.

Früchte in Weingeist einzumachen.

Man nimmt hierzu Abrikosen, Pfirsichen, keines-Llau^es,Nüsse n. f. w,, welche nur drei viertel reif sind, bearbeitet sieübrigens auf die schon angegebene Weise, versetzt aber am letz-ten Tage des Kochens den Zucker mit halb so viel starkemWeingeist oder Franzbranntwein, gießt ihn recht klar durch einTuch, packt die Früchte alsdann in Gläser, und übergießt siemit dem kalt gewordenen Sud.

Man sieht also hieraus, daß man jede Frucht, welche inZucker eingemacht worden ist, auch in Weingeist einmachen kann,weshalb ich auf keine nähere Details eingehen werde.

Getrocknete Abrikosen in Zucker einzumachen.

Man schneidet die Abrikosen an der Seite etwas auf, nimmtdie Kerne heraus, blanchirt nun die Früchte so lange, bis siesich weich anfühlen, legt sie dann in kaltes Wasser, und, wennsie darin abgekühlt sind, auf ein Tuch damit sie trocken werden,thut sie hierauf in eine Terrine, übergießt sie mit so viel ge-