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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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cs gut ab, thut dann einige Nelken und feine Zimmetstangendazu, läßt es kalt werden, und gießt es endlich über die Kir-sche». Nach acht Tagen gießt man den Sud ab, kocht ihu wie-der auf, schäumt ihn rein ab, und gießt ihu, sobald er kalt ge-worden ist, wieder über die Kirschen. Man kann auch denZucker, anstatt mit Wasser, mit Nothwein aufkochen.

Pflaumen in Essig einzumachen.

Die Pflaumen macht man ebenso wie die Kirschen in Essigein; will man sie jedoch etwas weich haben, so läßt man siedaS zweite Mal mit dem Snd aufkochen.

Veilchensaft.

Die rein abgepflückten Veilchenblätter thut man in einenTopf von Porzellan, gießt so viel Wasser darauf, daß sie gänz-lich damit bedeckt sind, stellt sie an einen warmen Ort, wo sievier und zwanzig Stunden stehen bleiben, preßt sie nach Ver-lauf dieser Zeit durch eine Serviette, thut zu dem gewonnenenSaft eine demselben an Gewicht gleiche Menge fei» gestoßenenZuckers von der besten Sorte, setzt ihn in dem Porzellaiitopf anfgelindes Kohlcnfeuer, läßt ihu siedend heiß werden, aber nichtkochen, nimmt die sich oben zeigende, weiße Haut gut ab, fülltalsdann den Saft in kleine Flaschen, verpsropft dieselben gut,und bittdet krenzweiS Bindfaden über die Pfropfe». DieseFlasche» setzt man nun mit kalte», Wasser auf, läßt sie fünfMinuten lang kochen, darauf in demselben Wasser kalt wer-den, nimmt sie dann heraus, wischt sie rein ab, und verpichtsie gehörig. Die ausgedrückten Veilcheublätter kann man noch-mals nach obiger Angabe mit Wasser ausziehen lassen, unddann als Aufguß auf frische Blätter gebrauchen.

Qrangenbliithensaft«

Derselbe wird wie der Veilchensast gemacht.

-Orangenblüthen.

Die gut ausgesuchten Orangenblüthen blanchirt man inFlußwasser, bis sie so weich sind, daß man sie mit den Fingernzerdrücken kann, alsdann legt man sie in kaltes Wasser, drücktetwas Citronensaft hinein, damit sie recht weiß bleibe», und legtsie, sobald sie darin völlig abgekühlt siud auf ein Haarsieb, da-mit das Wasser rein abläuft. Nun kocht man auf jedes Pfund