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darin noch eine Minute kochen. Man stellt nun den kupfernenSchwenkkessel, in welchem die Kirschen gekocht sind, auf denKüchentisch, schwenkt (tournirt) die Kirschen so lange, bis sie kaltsind, denn durch dies Verfahren saugen die Kirschen den Zucker-syrup ein, und erhalten ihre Große wieder, und verwahrt siegleichfalls in Gläsern.
Kirschen n» WFi»iiv.
Man nimmt hierzu die sauren Kirschen, macht die Steineheraus, stopft sie sammt ihrem Saft in Flaschen, welche eineetwas größere Oeffnnng als gewöhnliche Bierflaschen haben,verschließt dieselben so sest als möglich mit neuen Pfropfen,bindet über dieselben kreuzweis starke» Bindfaden, umwickelthierauf die Flaschen mit Heu, legt sie in einen Kessel, gießt als-dann so viel kaltes Wasser darauf, daß die Flaschen über undüber damit bedeckt sind, kocht sie so langsam eine Viertelstundehindurch, und läßt sie bis zum folgenden Tage in demselbenWasser stehen. Nach Verlauf dieser Zeit nimmt man die Fla-schen heraus, trocknet sie ab, verpicht sie, und verwahrt sie aneinem kühlen Orte.
Die auf diese Weise eingemachten Kirschen sind im Wintervorzüglich zum Kirschkuchen zu gebrauchen, indem man sie als-dann wie die frischen Kirschen, denen sie an Schönheit übrigensgleich kommen, bearbeitet.
Pflaumen i«.
Die Pflaumen macht man eben so wie die Kirschen »u bainKIsriv ein, nur müssen hierzu Flasche» genommen werden, welchenoch einmal so große Oeffnungen haben.
Geschälte Pflaumen.
Man schält die Pflaumen, schneidet aber die Kerne nichtheraus, damit die Pflaumen ihre Form behalten, kocht sie als-dann einmal in klargekochtem, dünnem Zuckersyrup auf, läßt sieso mehrere Tage stehen, gießt den Zucker ab, kocht ihn, schäumtihn ab, kocht darin die Pflaume» wiederum fünf bis acht Mi<nuten, und läßt sie so einige Tage stehen. Nach Verlauf der-selben kocht man den Zucker zum zweiten Grad ein, läßt diePflaumen darin noch zwei Minuten kochen, und verwahrt siealsdann in Gläsern.