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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
Entstehung
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Fünfzehnter Abschnitt.

Bon den in Zucker eingemachten Früchtenso wie von den kandirtenund in Franzbranntwein eingelegtenFruchten.

Man nimmt hierzu die grünen, aber nur drei Viertel rei-fen Pflaumen mit dem Stengel vom Baume, sucht die bestendavon aus, schneidet die Stengel um die Hälfte ab, durchstichtdie Pflaumen von allen Seiten mit einer Spicknadel, setzt siealödann in einem kupfernen Kessel mit so viel Wasser auf, daßletzteres gerade darüber steht, und läßt sie hierin einmal langsamaufkochen. Da die Pflaumen in der Regel nicht gleichmäßigweich werden, so nimmt man sie mit einem Schaumlöffel her-aus, hebt Stück für Stück mit dem Finger ab, legt diejenigen,welche sich so weich wie reife Pflaumen anfühlen, in kaltesWasser, und legt die sich noch hart anfühlenden wieder so langein das heiße Wasser zurück, bis sie den übrigen gleich sind. Zubemerken ist noch, dkß man in das Blanchirwasser etwas Alaunthut, damit die Pflanmen recht grün bleiben. Hat man nundie Pflaumen auf die angegebene Weise bearbeitet, so legt mansie wieder in das Blanchirwasser, welches mittlerweile in eineSchüssel gegossen worden ist, und'läßt sie darin bis zum andernTage stehen. TagS darauf setzt man sie wiederum mit reinemWasser an das Feuer, läßt sie einige Stunden darin heiß stehen,aber nicht kochen, nimmt sie alsdann wieder heraus, legt sie inkaltes Wasser, läßt sie bis zum folgenden Tage darin, nnd wech-selt das Wasser während dieser Zeit einigemal. Hierauf legtman sie auf ein reines Tuch, damit das Wasser rein abläuft,thut sie in einen Napf, übergießt sie mit geklärtem Zucker, wel-