Druckschrift 
Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
Entstehung
Seite
744
Einzelbild herunterladen
 

744

dem Drehen der Buchse sich zwischen derselben »nd dem Eiseein Raum bildet, streut man wieder Salz in diese Oeffnuug,und stampft dciS Eis wiederum fest. Das aufgethauete Eiszapft man, sobald dies Wasser zu hoch au die Buchse tritt,durch den an dem Eimer befindlichen Zapfen ab, und wischt, sooft man die Büchse aufmacht, um das Gefrorene von den Sei-tenwäiidc» »ach der Mitte derselben mit der Holzkelle loszu-stoßen, jedesmal den Deckel und d^en obern Rand der Büchsemit einem reinen Tuch ab, damit nichts von dem Salz oderdein Wasser in die Masse fallen kann. Je schneller die Büchsegedreht wird, nm so eher gefriert auch die darin befindlicheMasse, welche man, nachdem sie alle zehn Minuten mit derHolzkelle von den Seitenwänden der Büchse los gemacht, undfast durchgängig dick geworden ist, tüchtig durcharbeitet. So-bald dieselbe nn» so steif nnd klar wie ein Stück fester Butterist, kann man das Gefrorene als fertig ansehen, nnd eS alsdannin der Büchse, welche man oben mit Eis bedeckt, ruhig biszum Anrichten stehen lassen. Man füllt das Gefrorene dannentweder in die dazu bestimmten Vasen oder Schalen, oder mandrückt es in Formen aus, und stürzt es auf eine Schüssel, welcheman zierlich mit einer Serviette belegt hat, oder man giebt esin kleinen, zinnenen Fruchtformen, welche z. B. die Gestalt einerPfirsich oder Abrikose haben. Die großen Blechsormen habenentweder die Forin einer Pyramide oder Melone, oder einesgroßen, viereckigen Käse und dergleichen mehr. Man drückt indieselben das fertige Gefrorene fest ein, verschließt sie daraufmit ihren gnt passenden Deckel», packt sie bis zum Anrichten inEis ein, wischt sie alsdann mit eiiicm in heißes Wasser getauch-ten und ausgedrückten Tuch ab, damit sich das Gefrorene vonder Form loslöst, und stürzt es nnn schnell auf die erwähnten,mit einer Serviette belegten Schüsseln; die kleinern Zinnformc»werde ich weiter nnten näher erwähne». Das Gefrorene, wel-ches auf Bällen während des Tanzes fervirt wird, reicht manans kleinen GlaStellern in Scheiben herum. Man hat hierzuzwölf Zoll lange, drei Zoll breite und zwei Zoll hohe Blech-sormen, welche unten und oben niit einem Deckel versehen sind.In diese drückt man nun zwei verschiedene Schichten Gefrorenes,z. B. eine rothe nnd eine weiße, stürzt ans derselben das Ge-frorne schnell heraus, schneidet es mit einem Messer in einenFinger dicke Scheiben, legt diese auf die Glasteller, und giebt zujeder Portion eine» kleinen, silbernen Löffel. (?auscde.)