Vierzehnter Abschnitt.
Von dem Gefrorenen.
1. Von den» Gefrorenen inr Allgemeinen.
Obgleich die Bereitung des Gefrorenen cm sich höchst ein-fach ist, so ist es doch nöthig, das; man einigemal die Art, aufwelche die Bearbeitung desselben geschieht, mit ansieht, und sichauch, wie sich von selbst yersteht die nöthigen Geräthfchaftendazu besorgt. In größer» Städten braucht der Koch sich we-niger damit abzugeben, weil die Conditoren jetzt das Gefrorenezu so billigen Preisen liefern, dahingegen ist es für denselbenum so nothwendiger, das Gefrorene auf den Landsitzen der Herr-schaften selbst zu verfertigen. Im Sommer muß man daherzuvörderst eine gute Eisgrube haben, und sich die folgenden Ge-rätschaften machen lassen: 1) eine gute, große Zinnbüchsc,2) einen Eimer, welcher so groß ist, daß, wenn die Büchse hin-eingestellt wird, ringsherum noch eine gute Hand breit Naumfür das Eis bleibt, und 3) eine starke Holzkelle, welche untenwie ein Äartenblatt nach den Seitenwänden der Zinnbüchsc ge-nau geschnitten, und mit einem langen, starken Stiel versehen ist.
2. Ueber das Einsetzen der Eisbüchfe.
Nachdem das Eis recht klein gestampft, oder in einem Sackauf dem Hauklotz vermittelst einer Holzkenle zerschlagen'ist, drücktman von demselben eine Hand hoch fest in den Eimer ein, legteine gute Hand voll Salz in die Mitte, stellt nun die Büchsedarauf, füllt rings um dieselbe das übrige, sein geschlagene Eis,indem man dabei immer um die Büchse herum einen gutenTheil Salz strent, und stampft das Eis mit einer Holzkenle,ohne die Büchse zu beschädigen, fest. Sobald nun nachher bei