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ser, läßt ihn darin zwölf Stunden weichen, preßt ihn alsdannentweder durch ein feines, seidenes Sieb oder durch ein starkes,weißes Leinentuch, welches man mit zwei au den Enden dessel-ben befestigten Holzstäben so lange zusammendreht, bis die Massedurchgepreßt ist, stößt den Dragant nun tüchtig in einem Mar-mormörser, thut nach und nach so viel fein gesiebten, bestenZucker dazu, bis dies eine feste Masse ist, welche sich in seineFäden ziehen läßt, dreht dieselbe nun mit einem in Wasser ge-tauchten uud wieder abgewischten Holzlöffel zu einem festen Kloßzusammen, legt denselben alsdann in einen mit Puder ausge-streueten Napf von Porzellan, bedeckt ihn mit einem feuchtenTuch, deckt ferner den Napf mit einem passenden Deckel fest zn,und verwahrt so die Masse zum weiter» Gebrauch an einemkühlen Orte.
Von dem Gebranch der Dragantmasse.
Sobald der Dragant zu Figuren oder Blumen, welche ge-nossen werden sollen, bestimmt ist, wirkt man die obige Massemit fein gesiebtem Zucker auf einer Marmorplatte aus, unddrückt sie dan» in die bestimmten Formen, welche mit fein ge-siebtem Zucker bestreut wordeu sind. Will man aber von derDragantmasse Säulen, Pyramiden, Bordüren, Gallcrien, De-visen uud andere dergleichen Gegenstände, welche nicht zum Ge-nuß bestimmt sind, anfertigen, so wirkt man die Masse bloß mitPnder aus. Ans diese Weise werden von dieser Masse auchganze Tafelaufsätze gearbeitet; da aber dieselben der Conditoreiangehören, so erspare ich mir ihre umständliche Beschreibung;denn die Küche kaun nur einzelne Stücke zu Verzierungen inAnwendung bringen, daher werde ich bloß noch beim Oossei!.einige nähere Anweisungen geben.
Tortenaufsätze.
Von dem angeführtcu ^rc^uanle, sowie von Dragantmasseformt man Vasen, Blumenkörbe, Grotten, zu welchen letzternman auch die Marzipan- oder abgebrannte Mandelmasse nehmenkaun, von denen man kleine Postamente und Vasen in Formenausdrückt, diese in der Mitte der Schüssel mit nu cai'amel ge-kochtem Zucker befestigt, und kleine Backereien herum anrichtet;eben so anch Servanten mit drei bis vier Etagen, welche dannmit kleinem Backwerk belegt werden; anch Palmbäume, deren
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