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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
Entstehung
Seite
643
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bricht, und sie mit vier Quart Wasser drei bis vier Stundetsiedet. Es wird rei» abgeschäumt, nach der angegebenen Zeitwird die Brühe abgegossen, dieselbe bis zu einem halben Quarreingekocht, kalt gestellt, oben das Fett nnd vom Boden das Trübemit einem Messer abgeschnitten, nnd dieser Stand zerstückt ineine Kasserolle gethan. Man thut eine Flasche Wcin, drei vier-tel Pfund Zucker, eine fein geschnittene Citronenschale nebst demSaft von vier Citronen, so wie das Weiße von vier Eiern dazu,schlägt alles mit dem Nnthenbesen auf dem Feuer, bis es an-fangen will zu kochen, setzt dann die Kasserolle zur Seite desFeuers, deckt den Deckel darauf, belegt ihn mit glühenden Koh-len, läßt das Ganze ruhig zehn bis fünfzehn Minuten stehen,gießt es durch die schon ausgespannte Serviette, wie eS beimLeise von Hirschhorn beschrieben, nnd verfährt überhaupt wie beidem eben Genannten. Da der Wein hier ebenfalls kochend heißwird, so behält der von Hauseublase oder Schimirtenstand präpa-rirte Lelee an innerer Güte stets den Borzug.

von Champagner.

Mau nimmt statt des Rheinweins Champagner, den Standvon Hausenblase oder Schwarten, und verfährt, wie es beim(!<>Ies von Rheinwein beschrieben ist. Ist die Masse abgekühlt,so wird sie in einen Topf gethan, welchen man in zerschlagenesEis stellt, nnd so lange geschlagen, bis sie dick und weiß, wieein IZIunemanKci' ist. Danach füllt man sie in die l-olse-Form,läßt sie auf Eis erstarren, richtet sie gestürzt an, und garnirtdiesen Kelee mit Speck-l-oleo. Hat die Form Blumen, so kannman diese vorher mit klarem und couleurtem Wein-Keleoausgießen.

von Apfelsinen.

Ist ein (Zelee von Rheinwein nach Vorschrift bereitet, sosetzt man den Saft der Apfelsinen erst hinzu, wenn die Massefast verkühlt ist. Die Schalen werden auf dem Zucker abgerie-ben, ehe man ihn klärt, oder man thut sie feiu abgeschnittenhinein. Sollte sich der Lelve beim erstenmale Durchlaufentrübe zeigen, so wiederholt man es, und nimmt, wenn er rechtklar werden soll, granes Löschpapier, welches man in kaltemWasser wäscht, rein ausdrückt, nnd auf die ausgespannte Ser-viette legt, wodurch die trüben Theile angezogen werden. Mankann sich dieses Mittels bei allen Arte» bedienen, nnd legt auch